Sonntag, 5. Februar 2023
20181013-BROETCHEN

100 Jahre Bäckerei Brinker: frisch und frostig zum Erfolg

Herne. (eb) Nicht in seinen kühnsten Träumen hätte Karl Brinker I. sich vorzustellen vermocht, wofür er 1919 in Wanne-Eickel den Grundstein legte. Da zog er gerade die ersten Brote aus seinem Ofen in einer kleinen Handwerksbäckerei. Die Zeiten waren nicht gerade rosig – doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. 100 Jahre später leitet Karl Brinker III. ein Familienunternehmen mit gut 740 Mitarbeitenden. Dabei baut die Bäckerei Brinker GmbH erfolgreich auf zwei Säulen auf: das Filialgeschäft «Brinker frisch» mit 66 Filialen im Ruhrgebiet sowie das Geschäftsfeld «Brinker frostig» mit einem vielfältigen Tiefkühlsortiment seit 1992 (!).

Das hatte Karl Brinker III. nämlich nach zwei Jahren sorgfältiger Entwicklungsarbeit eingeführt. Das in sich schlüssige Konzept des TK-Pioniers ging auf und die Geschäftsentwicklung verlief entsprechend rasant. Der alte Handwerksbetrieb in Wanne-Eickel wurde endgültig zu klein. Möglichkeiten der Entwicklung gab es dort nicht mehr, so dass das Unternehmen 1997 den Betrieb nach Herne verlegte. Weil man schon mal dabei war, wurden die Kapazitäten auf großzügige 1.000.000 Brötchen pro Tag ausgelegt. Eine Million!

Um 2000 herum folgte die Internationalisierung des Geschäftsfelds «Brinker frostig». Durch Vertriebspartner ist die Bäckerei seither unter anderem vertreten in Skandinavien, Spanien, der Türkei, aber auch in den USA, im Mittlerer Osten, in Ägypten bis hin nach Hongkong. Mit dem Wachstum erfährt auch die Produktionsstätte in Herne sukzessive Erweiterungen und absolviert regelmäßig internationale Zertifizierungen.

Rund 100 Mitarbeitende erzeugen dort aus 65 Tonnen Mehl pro Tag etwa 35 Brot- und 30 Brötchensorten. Täglich verlassen um die 1.500.000 Brötchen die Produktion. Zusätzlich gehören über 45 Artikel aus der Konditorei zum täglichen Programm. Ergänzt wird das Sortiment durch eine Vielzahl an herzhaften Snacks. Kleine Einschränkung: Brinker wird längst nicht mehr «nur» 65 Tonnen Mehl pro Tag verbrauchen. Die gefundenen Zahlen stammen von der Homepage, deren letzte größere Erneuerung auf 2013 datiert ist.

Ergänzend aus der Tagespresse wissen wir, dass auch Brinkers seit der Jahrtausendwende den Wettbewerb mit dem Lebensmittel- Einzelhandel spüren, dessen Preisstrategie aber nicht folgen. Im Herzen sei man Handwerker geblieben und verlasse sich auf entsprechende Qualitäten, sagen Marlies und Karl Brinker. Hier und da müsse man sich immer wieder neu erfinden und Antworten auf sich ändernde Bedingungen finden. In diesem Sinn gilt dann wohl auch heute dasselbe Motto wie 1919: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt (Foto: pixabay.com).

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