DAS WAREN DIE THEMEN IM WEBBÄCKER NEWSLETTER FÜR DIE 31+32. KALENDERWOCHE 2007:


BRANCHE:
01. Pret A Manger: «Viele Wege führen nach NYC»
02. Morgengold: Filiale Nr. 100 vielleicht noch 2007
03. Stadtbäckerei: eröffnet erste Azubi-Filiale in MVP
04. Backwaren: Dialego Umfrage bei 1.000 Verbrauchern
05. Wertanteil von Getreide im Brot vergleichsweise gering
06. LIV Bayern: lud zur Jahrespressekonferenz

TERMINE:
07. IFS: seit August in Version 5 gültig

IN EIGENER SACHE:
08. Sommerpause für den WebBäcker

UNTERNEHMENSFÜHRUNG:
09. ISO 22005: neue Norm für die Rückverfolgung
10. Nordzucker: mit erstem kommentierten Quartalsbericht
11. Namibia - politisch und wirtschaftlich stabil

TRENDS + KONZEPTE:
12. Emnid: über das Lieblingsessen der Deutschen
13. Bezugs-Alternative: Bio-Lebensmittel aus China
14. «'s Baggers»: erhält Patent für sein Restaurantsystem
15. Öko-Sektor in Deutschland weiter auf Wachstumskurs
16. Umsatzsteigerung mit Öko-Lebensmittel bei fast 20 Prozent

PERSONALIEN:
17. Berlin: 40 Jahre Bäckereitechniker-Ausbildung
18. Bayern: 17 neue «Ernährungsberater im Bäckerhandwerk»

BUCH-/ SURFTIPPS:
19. bfai: Export-Expertin berät kostenlos zu Afrika
20. Mayer: erinnert an «King of Back 'n' Roll»
21. AHK: Aktuelles Wirtschaftsrecht in der Slowakei
22. Umfrage: Kamps möchte es wissen
23. ZMP: Verbraucher können sich immer mehr gönnen

REZEPTE + VERFAHREN:
24. Brunch: ein Fest nicht nur für Freunde


BRANCHE

01. Pret A Manger: «Viele Wege führen nach NYC»
London / UK. (01.08. / beu) Man muss es ja mal erwähnen: Im angelsächsischen Sprachraum hat eine Art Salz-Hysterie um sich gegriffen. Dabei geht es nicht um Glaubensfragen, wie zum Beispiel um Meer- oder Salinensalz. Nein, die Fragen sind konkret und münden in Anklagen wie «How much salt does your sandwich contain?» Des Volkes Zorn bricht sich Bahn in Feststellungen wie «A healthy looking salad could contain more salt than a Big Mac» -- was Sie vielleicht banal finden, doch unterschätzen Sie die Wirkung nicht. In ellenlangen Tabellen wird in Zeitungen abgedruckt, wie viel Salz Thai Nudeln von EAT, ein McDonalds-Salat oder ein Somerfield-Pasta-Snack enthält. Gefragte und ungefragte Experten geben Auskunft und die britische Sandwichkette Pret A Manger Ltd. kann sich glücklich schätzen, in der öffentlichen Meinung als «eine der gesünderen Alternativen» zu gelten. Pret A Manger -- war da nicht mal was? Hatte «Pret» nicht Anfang Mai verkündet, an die Börse gehen zu wollen? Ja, hatte es. Doch nachdem Private Equity Unternehmen wie Lion Capital, Bridgepoint und PPM den Sandwich-Spezialisten signalisierten, dass es auch andere Wege gibt, um für die weitere Expansion an Geld zu kommen, ist es ruhig geworden um den geplanten IPO. «Pret» will nämlich in New York City wachsen und dort bis 2009 auf 30 Filialen kommen (aktuell zwölf). In Großbritannien zählt die Sandwichkette 151 Standorte, weltweit sind es etwa 170. Im Geschäftsjahr 2006 setzte «Pret» insgesamt rund 193 Millionen Britische Pfund um. Seit 1986 mit Sandwichs erfolgreich, halten die Gründer Julian Metcalfe und Sinclair Beecham heute je ein Drittel am Unternehmen, nachdem sich McDonalds 2001 zu 33 Prozent eingekauft hatte.

------------------------------------------------------------
02. Morgengold: Filiale Nr. 100 vielleicht noch 2007
Stuttgart. (01.08. / beu) Die Morgengold Frühstücksdienste Franchise GmbH, nach eigenen Angaben führend im Heimlieferdienst von Backwaren, zieht eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2007. Wie das Unternehmen mitteilt, hat es die Zahl seiner Filialen um neun auf 94 Standorte sowie den Umsatz um 27 Prozent ausbauen können. Bis zum Jahresende wollen die Schwaben ihr Konzept weiterentwickeln und mit neuen Maßnahmen sowohl betriebliche Organisation als auch Kundengewinnung für die Franchise-Partner erleichtern. «Wir wollen besonders die Marke stärken und unser Morgengold Internet-System weiter entwickeln», sagen die geschäftsführenden Gesellschafter Jürgen Rudolph und Franz Smeja. Das System gibt es seit 2006 auch in Österreich. Heute ist es mit einem Standort in Graz und dreien in Wien vertreten. Weitere Neueröffnungen sollen in Innsbruck, Linz und Salzburg folgen. Insgesamt schätzt Morgengold das Potenzial im Alpenland auf 15 Betriebe. Damit stünden die Chancen gut, 2007 noch den 100. Betrieb eröffnen zu können, freuen sich die Geschäftsführer.

------------------------------------------------------------
03. Stadtbäckerei: eröffnet erste Azubi-Filiale in MVP
Rostock. (01.08. / beu) Was haben Meck-Pomms Ministerpräsident Harald Ringstorff und Axel Junge, Geschäftsführer der Stadtbäckerei Junge gemeinsam? Sie eröffnen in Kürze die erste Azubi-Filiale des Landes in Rostock. Das freut nicht nur den Landesvater und den Unternehmer, sondern ebenso die Auszubildenden der Bäckerei: Zur Eröffnung der Filiale starten sie deshalb eine Unterstützungsaktion für die Hansetour Sonnenschein zugunsten leukämie- und krebskranker sowie chronisch kranker Kinder. Über einen Zeitraum von vier Wochen verkauft die Stadtbäckerei Junge landesweit Pflaumenstreuselkuchen, von dem 30 Cent pro Stück der Aktion zugute kommen. Die Stadtbäckerei Junge mit Zentrale in Lübeck gehört mit derzeit über 160 Filialen in drei Bundesländern und mehr als 2.000 Mitarbeitern zu den größten Bäckereien im Norden Deutschlands. Allein in MVP zählt das Unternehmen über 650 Beschäftigte in 55 Filialen -- davon rund 150 Lehrlinge (Quelle).

------------------------------------------------------------
04. Backwaren: Dialego Umfrage bei 1.000 Verbrauchern
Aachen. (31.07. / dag) Wenn es um frische Backwaren geht, gibt es kaum eine Alternative zum Bäcker -- und die am meisten gekauften Backwaren sind frisches Brot (81 Prozent) und frische Brötchen (83 Prozent). Frisches Brot kaufen 87 Prozent der Verbraucher beim Bäcker und Brötchen 83 Prozent. Auf Rang zwei der Kaufstätten für frisches Brot und frische Brötchen liegt der Supermarkt, gefolgt vom Discounter. Im Bioladen oder Reformhaus kaufen aber immerhin sechs Prozent der Verbraucher ihr frisches Brot -- heißt es in einer aktuellen Befragung der Aachener Dialego AG im Juli bei 1.000 Verbrauchern in Deutschland.

------------------------------------------------------------
05. Wertanteil von Getreide im Brot vergleichsweise gering
Bonn. (28.07. / zmp) «Getreide wird knapp -- Brot teurer» war eine der Schlagzeilen der letzten Tage. Die Getreidepreise haben innerhalb eines Jahres um gut zwei Drittel zugelegt. Bei höheren Getreidepreisen verteuert sich die Produktion von Mehl und damit auch die Herstellung von Brot. Doch wie hoch ist eigentlich der wertmäßige Anteil des Rohstoffes am Brotpreis? Dazu folgende Beispielrechnung von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) aus Bonn: Bei der Herstellung von 750 Gramm Weißbrot werden rund 680 Gramm Weizenmehl eingesetzt. Hierfür werden bei einem Vermahlungsgrad von 80 Prozent rund 850 Gramm Weizen benötigt. Der Weizenpreis liegt im Juli mit rund 190 Euro pro Tonne gut zwei Drittel höher als im Vorjahr. Damit kosten 850 Gramm Weizen derzeit rund 16 Cent, das sind sechs Cent mehr als im Vorjahr. Bei einem angenommenen Preis von 2,50 Euro für ein Kilogramm Brot steigt der Rohstoffanteil des Weizens am Verkaufspreis im Jahresvergleich von vier auf sechs Prozent. Neben den höheren Getreidepreisen haben natürlich viele weitere Faktoren Auswirkungen auf die Brotpreise. Denn vor allem Verarbeitungs- und Handelsspannen bestimmen den Produktpreis von Nahrungsgütern. Diese wiederum werden erheblich von Energie-, Lager-, Transport-, Personalkosten, Mieten und auch Steuern beeinflusst. Gerade diese Einflussfaktoren sind oft wesentlich maßgeblicher für die Verbraucherpreise als steigende oder auch sinkende Preise für Agrarrohstoffe.

------------------------------------------------------------
06. LIV Bayern: lud zur Jahrespressekonferenz
München. (28.07. / liv) Das bayerische Bäckerhandwerk profitiert nur teilweise vom Konjunkturaufschwung in Deutschland. Die Handwerksbäckereien im Freistaat müssen derzeit mit stark steigenden Kosten zurechtkommen -- vor allem in den Bereichen Energie und Rohstoffe. Dies berichtete der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk auf seiner Jahrespressekonferenz. Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger, MdL wies außerdem auf bevorstehende Anhebungen bei den Verpackungs- und Lohnzusatzkosten hin und betonte: «Weder bei den Umsätzen noch bei den Beschäftigtenzahlen im bayerischen Bäckerhandwerk besteht Anlass zur Euphorie».
Info: http://www.baecker-bayern.de/4.0.html#c220


TERMINE

07. IFS: seit August in Version 5 gültig
Berlin. (03.08. / hde) Nach eineinhalb Jahren intensiver Diskussion, aufbauend auf Erfahrungen durch frühere IFS Versionen, Expertenmeinungen aus Industrie, Handel, Forschung, staatlichen Institutionen sowie Verbänden, intensiver Gremienarbeit und zahlreicher Test-Audits in ganz Europa ist die neue Version 5 des International Food Standards (IFS) fertig gestellt, der Kriterien zur Auditierung von Eigenmarkenherstellern festlegt. Zusätzlich zu den deutschen und französischen Handelsverbänden HDE und FCD wird der IFS künftig auch von den italienischen Handelsverbänden Federdistribuzione, Ancc und Ancd unterstützt. Dem IFS-5 liegen umfassende Analysen der zur Zeit gültigen IFS Version 4 zu Grunde. Es folgte eine breit angelegte Befragung, die von der Uni Göttingen begleitet wurde. Über 500 Expertenmeinungen flossen aus dieser Befragung genauso in die neue Version ein, wie die Erfahrungen der Akkreditierungsstellen COFRAC, DAP, und Sincert. Um Produzenten rechtzeitig zu informieren, was beim IFS 5 «neu» oder «anders» ist, bieten HDE und FCD entsprechende Veranstaltungen an: 13. September (Köln); 14. September (Berlin); 17. September (Amsterdam); 21. September (Hamburg). Details nennt ein Anmeldeformular.


IN EIGENER SACHE

08. Sommerpause für den WebBäcker
Hamburg. (03.08. / eb) Regelmäßig Freitags erhalten Sie den WebBäcker Infodienst in Ihr E-Postfach. In der nächsten Woche nicht, denn dies ist die Doppelausgabe 31 und 32 -- «WB31+3207» für Ihr Archiv, um es genau zu nehmen. Auch das rege genutzte Content Management System, das in die Websites der Herausgeber eingebunden ist, wird vom 04. bis 10. August nicht aktualisiert. Freuen Sie sich auf die nächste Ausgabe 33/2007, die Sie pünktlich am Freitag, den 17. August erhalten -- im Online-System geht es bereits ein paar Tage früher wieder los.

Bis dahin eine schöne Zeit wünschen Ihnen
Herausgeber-Gemeinschaft und Redaktion.


UNTERNEHMENSFÜHRUNG


09. ISO 22005: neue Norm für die Rückverfolgung
Genf / CH. (03.08. / iso) Die Internationale Organisation für Standardisierung ISO hat Mitte Juli die ISO-Norm 22005 für Rückverfolgungssysteme in Kraft gesetzt. Das Regelwerk für die «Rückverfolgbarkeit in der Futter- und Lebensmittelkette» mit Anforderungen an die Gestaltung und Verwirklichung von Systemen soll die ISO-Norm 22000 über Managementsysteme für Lebensmittel-Sicherheit ergänzen. Das Deutsches Institut für Normung (DIN) äußert sich auf seiner Website noch nicht dazu. Die Anforderungen an Rückverfolgungssysteme sind bereits im International Food Standard (IFS), BRC und in den EU-Verordnungen 178/2002 und 1935/2004 geregelt. Daher messen Branchenexperten der neuen ISO 22005 innerhalb der EU zunächst keine große Bedeutung bei.

------------------------------------------------------------
10. Nordzucker: mit erstem kommentierten Quartalsbericht
Braunschweig. (31.07. / nag) Angesichts der durch die Reform der Zuckermarktordnung hervorgerufenen Änderungen befindet sich Nordzucker und die gesamte Zuckerbrache in einer Phase der Neustrukturierung. Erwartungsgemäß lagen Umsatz und Ergebnis des 1. Quartals 2007/2008 deutlich unter den Ergebnissen des Vorjahrs. Besonders die an den EU-Fonds zu leistende Restrukturierungsabgabe belastet das Ergebnis. Der Umsatz betrug im 1. Quartal 2007/2008 280 Millionen Euro im Vergleich zu 332 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Periodenüberschuss ging von 24 auf rund sieben Millionen Euro zurück. Nordzucker hat sich durch rechtzeitige Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramme, eine konsequente Ausrichtung auf strategische Kernfelder sowie durch die Schaffung strategischer Partnerschaften nach eigenen Angaben zukunftsweisend im europäischen Zuckermarkt positioniert. Die Gruppe veröffentlicht künftig rund sechs Wochen nach Quartalsschluss die kommentierten Quartalsberichte in deutscher und englischer Sprache.
Info: http://www.nordzucker.de/index.php?id=150

------------------------------------------------------------
11. Namibia - politisch und wirtschaftlich stabil
München. (31.07. / ixpos / awb) Namibia, seit 1990 unabhängig und damit der jüngste der afrikanischen Staaten, hat sich überraschend schnell zu einem politisch und wirtschaftlich stabilen Land gemausert. Es präsentiert sich nicht nur als beliebtes Fernreiseziel sondern in zunehmendem Maße auch als attraktiver Investitionsstandort. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs seit 1998 um durchschnittlich rund vier Prozent im Jahr. Der Internationale Währungsfonds rechnet auch für 2007 mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung von 4,5 Prozent. Bei einem Bevölkerungswachstum von 1,4 Prozent bedeutet dies einen leichten, aber beständigen Anstieg des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens, welches derzeit bei rund 3.300 US-Dollar per Anno liegt.


TRENDS + KONZEPTE

12. Emnid: über das Lieblingsessen der Deutschen
Bonn. (02.08. / aid) Die Deutschen essen besonders gerne italienische Gerichte und Hausmannskost. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid ergeben, an der tausend Bürger ab 14 Jahren teilnahmen. Auf Platz 1 der Hitliste der Lieblingsgerichte steht Spaghetti Bolognese, gefolgt von Spaghetti mit Tomatensoße, Schnitzel und Pizza. Knapp 40 Prozent der Befragten mögen deftige Fleischgerichte wie Roulade, Sauerbraten oder Steaks. Mehr als jede fünfte Frau isst am liebsten Gemüse -- bei Männern sind es nur elf Prozent. Reisgerichte und Innereien wie Saures Rinderherz oder gebratene Schweineleber sind hingegen kaum gefragt. Offenbar ändern sich mit dem Alter die Vorlieben: Während rund 44 Prozent der über 50-Jährigen Gemüse anderen Speisen vorziehen, entscheiden sich die 14- bis 29-Jährigen eher für Pizza und Pasta. Obwohl für viele Menschen Hausmannskost die Leibspeise ist, kommt in deutschen Küchen auch Exotisches auf den Tisch. Ein Beispiel ist Manti -- Tortellini nach türkischer Art, die mit unterschiedlichen Fleischfüllungen und Joghurtsoße serviert werden. Regionale Spezialitäten wie die Gemüsesuppe «Schnüüsch» aus Schleswig-Holstein sind ebenfalls gefragt.

------------------------------------------------------------
13. Bezugs-Alternative: Bio-Lebensmittel aus China
München. (02.08. / en) In Sachen Umweltschutz und Lebensmittelsicherheit hat China einen schlechten Ruf. Dabei bauen chinesische Landwirte längst auch ökologisch an. Laut einer Studie des Weltdachverbands für Biolandbau Ifoam zählt China schon heute zu den größten Ökoproduzenten weltweit. Mit 2,3 Millionen Hektar zertifizierten Bioanbauflächen liegt das Land hinter Australien (11,8 Millionen) und Argentinien (3,1 Millionen) auf Platz drei. 2005 lag das Ausfuhrvolumen bei etwa 350 Millionen US-Dollar. Für dieses Jahr gehen Schätzungen von 400 Millionen US-Dollar aus. Der zunehmende Druck auf die Preise macht kostengünstige Bezugs-Alternativen wie China für den Lebensmittelhandel in Deutschland durchaus attraktiv. Hinzu kommt, dass die boomende Nachfrage die Lieferkapazitäten der deutschen Biobranche zum Teil erheblich übersteigt.

------------------------------------------------------------
14. «'s Baggers»: erhält Patent für sein Restaurantsystem
Nürnberg. (31.07. / ots) Die 's Baggers GmbH hat das beantragte Patent für das 's Baggers®-Restaurantsystem vom Deutschen Patent- und Markenamt in München erhalten (vgl. WebBäcker 14/2007). Die HeineMack GmbH meldete das System auch in Europa und Nordamerika zum Patent an. «Dies eröffnet früher als erwartet ganz neue Perspektiven» sagt Geschäftsführer Michael Mack zufrieden. «Wir sind aufgrund der Nachfrage aus Deutschland, Europa und den USA schon dabei, ein Franchise-System zu entwickeln. Ab sofort können wir uns auch mit einem Lizenzierungs-Konzept beschäftigen -- eine höchst interessante Alternative. Und ein weiterer Schritt in Richtung Revolution der Systemgastronomie». Das erteilte Patent ermöglicht Mack, ab sofort Lizenzen für das Restaurantsystem zu verkaufen. Hier handelt es sich um das Nutzungsrecht auf den Transport von Speisen und Getränken zumindest Abschnittweise mittels Schwerkraft. Übertragen auf eine Schnellkost-Kette würde dies stark sinkende Betriebskosten bei ernorm steigendem Komfort bedeuten: Die Gäste bestellen am Sitzplatz mit Handy oder Touchscreen. Kurze Zeit später kommen Speisen und Getränke formschlüssig, auf einem Pappkarton stehend, angerollt. Die dafür notwendige Rollenbahn könnte sich hinter Trennwänden befinden. Mit Hilfe von Weichen würden die Speisen und Getränke aus diesen Wänden zielgerichtet den Besteller erreichen. Anwendbar ist dieses System auch auf Drive-In-Schalter.

------------------------------------------------------------
15. Öko-Sektor in Deutschland weiter auf Wachstumskurs
Berlin. (30.07. / bmelv) Der ökologische Landbau in Deutschland konnte in 2006 einen Zuwachs der ökologisch bewirtschafteten Fläche um 18.133 Hektar (2,3 Prozent) und bei der Zahl der ökologisch wirtschaftenden landwirtschaftlichen Unternehmen um 537 (3,2 Prozent) verzeichnen. Den Jahresmeldungen der Länder zufolge wurden bis Ende des Jahres 825.539 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche von insgesamt 17.557 Betrieben nach den Regelungen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Der Anteil an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe stieg in 2006 auf 4,6 Prozent, der an der gesamten Landwirtschaft auf 4,9 Prozent. Die Gesamtzahl der im Öko-Sektor tätigen Unternehmen (Erzeuger, Verarbeiter, Importeure, Händler) in Deutschland ist 2006 um 8,8 Prozent auf 23.978 angestiegen. Insgesamt hält der Trend einer zahlenmäßig relativ stärkeren Zunahme in der Verarbeitungs- und Importbranche bei Öko-Produkten gegenüber ihrer landwirtschaftlichen Erzeugung an (Quelle).

------------------------------------------------------------
16. Umsatzsteigerung mit Öko-Lebensmittel bei fast 20 Prozent
Bonn. (28.07. / zmp) Die vorläufigen Daten für den Umsatz mit Öko-Lebensmitteln in Deutschland für 2006 müssen um mindestens 100 Millionen Euro auf 4,6 Milliarden Euro nach oben korrigiert werden, schreibt die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) aus Bonn. Der Bio-Boom in Deutschland hält nun schon das dritte Jahr in Folge an, was auch deswegen besonders bemerkenswert ist, als sich die Einkommen der Verbraucher in den letzten drei Jahren real kaum verändert haben. Dies zeigt, dass deutsche Verbraucher keineswegs nur Billig-Lebensmittel kaufen wollen, sondern in 2006 bereit waren, im Vergleich zum Vorjahr 18 Prozent mehr Geld für Öko-Lebensmittel auszugeben. Von diesem positiven Gesamttrend profitieren aber immer weniger Anbieter, das heißt es gibt starke Strukturverschiebungen im Gesamtmarkt.
Info: http://www.zmp.de/agrarmarkt/branchen/oekomarkt/meldung_002.asp


PERSONALIEN

17. Berlin: 40 Jahre Bäckereitechniker-Ausbildung
Berlin. (03.08. / lefa) Die Staatliche Fachschule für Lebensmitteltechnik an der Emil-Fischer-Schule feierte in diesem Jahr den Abschluss ihres 40. Studiengangs. Seit 1965 durchliefen über 800 junge Bäcker und Konditoren sowie Fachverkäufer/innen mit Erfolg die Weiterbildung zum/zur «Staatlich geprüften Bäckereitechniker/in». Im Rahmen des 12. VDB-Forums Nord/Ost Mitte Juni fand die Leistung eine adäquate Würdigung. Insgesamt waren über 120 Teilnehmer der VDB-Einladung und der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik Berlin gefolgt. Unter den Gästen befanden sich zudem vier Professoren von unterschiedlichen Universitäten und Fachhochschulen. So ging es einerseits um «Kühlen und Tiefkühlen von Backwaren». Andererseits hatten viele «Ehemalige» den Termin wahrgenommen, um sich nicht nur in Fachgesprächen sondern auch über Erlebtes in den zurückliegenden Jahren auszutauschen. Die Fachschule hat sowohl das 12. VDB-Forums Nord/Ost als auch die Feierstunde für das 40-jährige Bestehen umfangreich dokumentiert. Interessenten finden viele aufschlussreiche Details unter
Info: http://www.lefa-berlin.de/info_07.htm

------------------------------------------------------------
18. Bayern: 17 neue «Ernährungsberater im Bäckerhandwerk»
München. (03.08. liv) 17 Teilnehmer haben den ersten Lehrgang «Ernährungsberater im Bäckerhandwerk» an der Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks erfolgreich abgeschlossen. Unmittelbar nach der Auswertung der Abschlussklausur erhielten sie ihre Lehrgangszertifikate.
Info: http://www.baecker-bayern.de/4.0.html


BUCH-/ SURFTIPPS

19. bfai: Export-Expertin berät kostenlos zu Afrika
Bonn. (03.08. / wib) Die Länder-Expertin bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai), Katrin Dicker, berät Unternehmer zu den größten Volkswirtschaften Afrikas. Noch bis zum 17. August beantwortet Katrin Dicker Fragen zu wirtschaftlichen Beziehungen mit Afrika. Die Expertin für Außenwirtschaft ist per E-Mail zu erreichen unter dicker@bfai.de. Der Service ist kostenlos. Alle zwei Wochen beantwortet ein Länder-Experte Wirtschaftsfragen zu einer bestimmten Region in der Welt.

------------------------------------------------------------
20. Mayer: erinnert an «King of Back 'n' Roll»
Berlin. (02.08. / opr) Im «richtigen» Alter und der Musikgeschichte nicht abgeneigt, weiß der geneigte Leser an dieser Stelle sofort, wer mit dem «King of Back 'n' Roll» gemeint ist -- genau! Die Bäckerei Mayer. Nein. Noch mal von vorn: Am 16. August jährt sich der Todestag von Elvis Presley -- King of Rock 'n' Roll -- zum 30. Mal. Die Bäckerei Johann Mayer aus Berlin nutzt den Tag für eine besondere Aktion: «Rockende» Backspezialitäten sollen an den Entertainer erinnern, weil der (unübersehbar ...) gerne naschte. «Wir haben uns von seinen Lieblingsspeisen inspirieren lassen», sagt Bäckermeister Karsten Berning, der gemeinsam mit seinem Vater Kurt die Bäckerei führt. Was den beiden eingefallen ist, könnte tatsächlich «rocken». So gibt es zum Beispiel ein Bananen-Erdnuss-Brot namens Graceland und ein Croissant mit Aprikosenfüllung, das der Elvis-Tolle nachempfunden ist.

------------------------------------------------------------
21. AHK: Aktuelles Wirtschaftsrecht in der Slowakei
Bratislava / SK. (31.07. / ahk) Eine Broschüre «Aktuelles Wirtschaftsrecht in der Slowakei» hat die Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer (Auslandshandelskammer, AHK) in Zusammenarbeit mit renommierten Anwaltskanzleien veröffentlicht. Der neue Ratgeber vermittelt einen umfassenden Überblick über das Wirtschaftsrecht in der Slowakei und andere für Investoren relevante Rechtsgebiete. Interessierten Unternehmern steht damit ein praxisnah verfasster Leitfaden zur Verfügung, der auf 94 Seiten die wichtigsten Informationen für ein wirtschaftliches Engagement in der Slowakei liefert. Bestellen können Interessenten die Publikation für 35,00 Euro plus Umsatzsteuer und Versandkosten über die AHK.
Info: http://www.dsihk.sk/index.php?id=recht1

------------------------------------------------------------
22. Umfrage: Kamps möchte es wissen
Düsseldorf. (30.07. / kag) Kamps Bakeries ist nicht nur der führende Bäckerei-Filialist in Deutschland, sondern gehört auch zu den Top 5 der Franchise-Geber. Im August startet Kamps auf seiner Homepage kamps-franchise.de eine Umfrage on Line um zu erfahren welche Kriterien potentiellen Franchise-Partnern in einer Franchise-Partnerschaft am wichtigsten sind. Jeder Teilnehmer wählt seine drei favorisierten Antworten aus neun vorgegebenen Kriterien aus. Die Umfrage-Ergebnisse publiziert Kamps im September auf den Franchiseseiten seiner Homepage.
Info: http://www.kamps-franchise.de

------------------------------------------------------------
23. ZMP: Verbraucher können sich immer mehr gönnen
Bonn. (28.07. / zmp) Die Verbraucher in Deutschland konnten in den zurückliegenden fast 60 Jahren immer größere Mengen eines Nahrungsmittels für den Verdienst einer Arbeitsstunde kaufen. Diese Entwicklung, die hier für die wichtigsten Geflügelprodukte dargestellt ist, gilt so oder ähnlich auch für alle anderen Bereiche der Ernährungswirtschaft. Dass der Gegenwert einer Arbeitsstunde an Eiern bis Ende der 1990er Jahre fast kontinuierlich stieg, war hauptsächlich auf die Lohnentwicklung zurückzuführen, denn die Verbraucherpreise blieben bis dahin tendenziell stabil oder stiegen doch weit weniger schnell als die Stundenlöhne. Danach kamen mit dem verstärkten Einstieg der Discounter in den deutschen Markt bei vielen Lebensmitteln auch rückläufige Verbraucherpreise zum Tragen.
Grafik: http://www.zmp.de/presse/agrarwoche/marktgrafik/grafik_2007_30.asp


REZEPTE + VERFAHREN

24. Brunch: ein Fest nicht nur für Freunde
Bonn. (03.08. / cma) Es gebe wohl kaum ein besseres Argument dafür, an einem Sonntagmorgen das Bett zu verlassen, als eine Einladung zum Brunch. Ob süß oder salzig, heiß oder kalt -- ein Brunchbuffet sei vielseitig und biete für jeden Geschmack leckere und gesunde Köstlichkeiten. Mit diesen Worten bewirbt die Centrale Marketing-Gesellschaft deutscher Agrarwirtschaft (CMA) ihre Broschüre «Brunch: ein Fest für Freunde». Stellt sich die Frage: Wer lädt zum Brunch? Hier kommt die backende Branche ins Spiel mit ihren vielseitigen Angebotsformen. Vielseitig ist auch die 32-seitige Broschüre mit ihren ansprechenden, sowohl süßen als auch herzhaften Rezeptideen -- herunterzuladen unter
Info [2,2 MB]: http://www.cma.de/static/media/CMA_Milch_Brunch.pdf