DAS WAREN DIE THEMEN IM WEBBÄCKER NEWSLETTER FÜR DIE 52. KALENDERWOCHE 2004:


WEIHNACHTSGRUSS:
01. Liebe Leserinnen und Leser ...

BRANCHE:
02. Le Crobag: mit 2004 sehr zufrieden
03. Readers Digest: zum Thema Brot und Brötchen
04. CSM: will Süßwarensparte verkaufen
05. Resch + Frisch: will um zehn Prozent wachsen
06. Innovativ: Pizza-Kegel fürs Take-Away-Geschäft
07. Hiestand-Aktie: Profite jetzt realisieren
08. Südback 2005: von fünf auf vier Tage reduziert

TERMINE:
09. BioFach 2005: Weltleitmesse für Bio-Produkte
10. ISM: Veranstalter erwarten Rekordbeteiligung

ALLGEMEINES:
11. Kündigung rechtmäßig: Wenn der Fahrer schlemmt ...
12. Vor der Bescherung: 500.000 Osterhasen auf Reise
13. Handwerk: Nahrungsmittelgewerbe kann sich behaupten
14. Stevia: Süßstoffpflanze mit Zukunft?
15. Dicke Kinder: Biologische Ernährung kann helfen
16. «Low-Carb»: Höhenflug ist beendet
17. Kaffeeverband: erwartet kurzfristige Preiserhöhungen

BUCH- / SURFTIPPS:
18. CCG: zur Rückverfolgbarkeit von Verpackungen

REZEPT DER WOCHE:
19. Gugelhupf Picardie / BuFa


WEIHNACHTSGRUSS


01. Liebe Leserinnen und Leser ...
Zu Weihnachten möchten wir die Gelegenheit nutzen, Ihnen für das große Interesse am WebBäcker zu danken. Unser Bestreben ist es, Ihnen Nachrichten mit möglichst hohem Nutzwert für die tägliche Arbeit zu bieten. Als WebBäcker-Leser/in wissen Sie, dass wir dafür auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Analog zur Entwicklung der Branche ist hin und wieder auch eine geringfügige Akzent-Verschiebung nötig. Kurzum: Zum Jahreswechsel treten kleine Änderungen in Kraft, die (a) das System technisch aktualisieren, (b) das Nachrichten-Profil noch besser auf Ihren Bedarf abstimmen und (c) Ihnen eine noch bessere Übersicht über die WebBäcker-Bestände bieten werden. Näheres hierzu in der kommenden Woche. Bis dahin: 

Ansehnliche Umsätze im Weihnachtsgeschäft, 
besinnliche und gesegnete Festtage


wünschen Ihnen 
Herausgebergemeinschaft und Redaktion.


P.S.: So wünscht man sich «Fröhliche Weihnachten» in anderen Teilen der Welt: «Tschestita Koleda» (Bulgarisch) • «Glædelig jul» (Dänisch) • «Merry Christmas» (Englisch) • «Hyvää joulua» (Finnisch) • «Joyeux Noël» (Französisch) • «Kala Christougenna» (Griechisch) • «Moadim Lesimkha. Schena tova» (Hebräisch) • «Buon natale» (Italienisch) • «Kurisumasu omedeto gozaimas» (Japanisch) • «Prettige kerstdagen» (Niederländisch) • «God jul» (Norwegisch) • «Wesolych Swiat» (Polnisch) • «Feliz Natal» (Portugiesisch) • «Cracium fericit» (Rumänisch) • «Wesjolowo Roschdestwa» (Russisch) • «God Jul» (Schwedisch) • «Feliz Navidad» (Spanisch) • «Sawadee Pee Mai» (Thailändisch) • «Veselé Vánoce» (Tschechisch) • «Noel bayraminiz kutlu olsun» (Türkisch) • «Wselych swjat» (Ukrainisch) • «Kellemes karacsonyi ünnepeket» (Ungarisch). [Quelle: Dudenverlag 2004]


BRANCHE


02. Le Crobag: mit 2004 sehr zufrieden
Hamburg. (24.12. / eb) Die Le Crobag GmbH + Co. KG mit Sitz in Hamburg kann mit 2004 sehr zufrieden sein: Die Spezialisten für Croissants + Co haben im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung von satten 18 Prozent erreicht. Auf bestehenden Flächen betrage das Wachstum gut drei Prozent, heißt es aus dem Unternehmen. Unter vielen erfolgreichen Neueröffnungen und Umbauten sei der Standort am Düsseldorf Hauptbahnhof das herausragende Projekt des Jahres. Auch dürfe das neue Ladenbaukonzept von Le Crobag, auf Standorte in und um Bahnhöfe spezialisiert, als radikaler Schritt bezeichnet werden. Insgesamt setzte die Kette 2003 mit über 100 Standorten in Deutschland 40,5 Millionen Euro um (plus 10,1 Prozent). Für 2004 marschiert sie zielstrebig auf die 50-Millionen-Euro-Marke zu.
Info: http://www.lecrobag.de

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03. Readers Digest: zum Thema Brot und Brötchen
Stuttgart. (23.12. / rd) Der Readers Digest Deutschland bietet Ergebnisse zu einer aktuellen Umfrage an, wie es die Deutschen mit ihrem Einkaufsverhalten bei Brot und Backwaren halten. Fachleute werden die vom Magazin veröffentlichten Resultate einzuschätzen verstehen, die da im Wortlaut heißen:
Die Menschen in Deutschland kaufen ihre Brötchen am liebsten frisch und direkt beim Bäckermeister. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Personen ab 14 Jahre, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Zeitschrift Readers Digest (Januar-Ausgabe) durchgeführt hat. Demnach beziehen 58 Prozent der Befragten ihre Brötchen meist von einem Meisterbetrieb, erst an zweiter Stelle der Rangliste folgen Supermarkt und Lebensmitteleinzelhandel; 20 Prozent der Menschen holen ihre Brötchen dort. Danach folgen im gesamten Bundesgebiet die Filialen großer Bäckereiketten, in denen elf Prozent der Befragten ihre Brötchen kaufen. Kaum eine Rolle spielen Selbstbedienungs-Backdiscounter (vier Prozent), Bioläden (zwei Prozent) und Tankstellen (ein Prozent). Unabhängig von der Bezugsquelle ist es für 73 Prozent der Befragten am wichtigsten, dass die Brötchen frisch gebacken sind. 
Die Menschen in Deutschland haben auch klare Vorstellungen davon, was sie in ihren Brötchen nicht haben möchten: 31 Prozent legen Wert darauf, dass keine Geschmacksverstärker verwendet werden, 27 Prozent möchten keine Farbstoffe im Brötchen. 33 Prozent wünschen, dass die verwendeten Zutaten frisch sind, und immerhin noch 21 Prozent finden es wichtig, dass die Zutaten für ihre Brötchen aus ökologisch kontrolliertem Anbau stammen. 37 Prozent der Befragten geben zudem an, dass der Preis der Brötchen für ihre Einkaufsentscheidung eine große Rolle spielt, in Ostdeutschland sind es sogar 52 Prozent. 
Auch beim Preis für einen ganzen Laib Brot von guter Qualität setzen die Verbraucher in Deutschland klare Grenzen: Nur 13 Prozent sind bereit, für 500 Gramm mehr als zwei Euro auszugeben. 26 Prozent halten 1,51 bis 2,00 Euro für angemessen, 24 Prozent 1,01 bis 1,50 Euro und 21 Prozent zwischen 0,51 und 1,00 Euro. Immerhin noch vier Prozent wollen für ein solches Brot höchstens 0,50 Euro bezahlen. Durchweg gilt: Wer besser verdient, ist bereit, für Qualität tiefer in die Tasche zu greifen.

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04. CSM: will Süßwarensparte verkaufen
Diemen. (23.12. / eb) Der niederländische Nahrungsmittelkonzern CSM N.V. will sich auf sein Kerngeschäft Bakery Supplies und Food Ingredients konzentrieren und beabsichtigt daher, seine Süßwarensparte für 850 Millionen Euro an die britische Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners zu veräußern. Durch den Verkauf, der im ersten Quartal 2005 abgeschlossen werden soll, will der Konzern Verbindlichkeiten reduzieren und möglicherweise eigene Aktien zurückkaufen. Die Sparte erwirtschaftet jährlich Umsätze von 750 Millionen Dollar und beschäftigt 4.300 Mitarbeiter. Ohne diese Sparte wird die weltweit operierende CSM-Gruppe mit rund 9.500 Mitarbeitern durchschnittlich 2,8 Milliarden Euro per Anno umsetzen, schätzt sich CSM selbst ein.
Info: http://www.csm.nl -- http://www.cvceurope.com

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05. Resch + Frisch: will um zehn Prozent wachsen
Wels. (23.12. / wb) Insgesamt 2,5 Millionen Euro will die Welser Resch + Frisch Franchise GmbH in die Errichtung zweier neuer Vertriebsstandorte in Innsbruck und St. Margarethen / Steiermark investieren. Damit will das Unternehmen die Voraussetzungen für ein Umsatzwachstum von zehn Prozent in 2005 schaffen. «Vor allem für unser Direkt-Vertriebssystem «Backs Zuhause» sehen wir ein enormes Wachstumspotential», sagt Geschäftsführer Josef Resch gegenüber dem österreichischen WirtschaftsBlatt. In Tirol und Vorarlbeg werde für 2004 ein Umsatz von 6,15 Millionen Euro erwartet, in der Steiermark etwa 4,25 Millionen Euro. 2003 konnte das Unternehmen den Umsatz insgesamt um 16 Prozent auf 65 Millionen Euro steigern. In Tirol, Vorarlberg und der Steiermark werden bereits 34.000 Haushalte mit Backwaren von Resch + Frisch über den Heimlieferservice «Backs Zuhause» versorgt. Österreichweit zählt dieser Service derzeit rund 105.000 Privatkunden, die mit 61 Lieferwagen bedient werden. Zu den steigenden Umsätzen soll auch der Vertrieb an Gastronomiebetriebe beitragen und Resch + Frisch in diesem Bereich die Position des Marktführers in Österreich sichern. Mehr als 2.500 Gastronomiebetriebe in den beiden westlichsten Bundesländern und in der Steiermark erhalten in 2005 ihre Ware über die neuen Vertriebszentren.
Info: http://www.resch-frisch.com

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06. Innovativ: Pizza-Kegel fürs Take-Away-Geschäft
Padova. (22.12. / eb) Pikono S.r.l. heißt das Unternehmen der italienischen Boscolo Gruppe, das mit seiner «KonoPizza»-Idee -- und den dazugehörenden Restaurants -- derzeit viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Auslöser sind die Pizzas konischer Form nach einem (Franchise-) Konzept von Starkoch Rossano Boscolo. Die «Pizza-to-go» gibt es bereits in sechs italienischen, einem britischen sowie drei deutschen Outlets (Neilingen/Ulm; Bergen/Hochfellen sowie Kassel/Zentrum). Die etwa 15 Zentimeter kleinen Pizzatüten kosten zwischen 2,40 und 2,95 Euro. Sie werden aus vorgebackenen Gebäck-Kegeln, die ähnlich Eistüten vor den Augen des Kunden frisch befüllt werden, innerhalb von wenigen Minuten fertig gebacken. Ihr Vorteil gegenüber herkömmlichen Pizzas: Die Tüten sind bequem ohne Besteck zu verzehren. Die Wahrscheinlichkeit, sich damit zu bekleckern, ist selbst für ungeschickte Zeitgenossen relativ gering. Betrieben werden die deutschen KonoPizza-Standorte von der Power Food Factory Maranello mit Sitz in Neustadt -- Master-Franchisenehmer in Deutschland. «Wir suchen weitere Franchise-Interessenten und hoffen, es in den nächsten zwei Jahren auf 100 Outlets zu bringen», sagt deren Geschäftsführer William Querzola gegenüber der Fachpresse. Die KonoPizza-Kegel werden übrigens von der «Factory Kono» produziert, einem Unternehmen der Gruppo Inglese -- siehe
Info: http://www.konopizza.com

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07. Hiestand-Aktie: Profite jetzt realisieren
Schlieren / Zürich. (20.12. / shz) Bei der Schweizer Hiestand Holding AG läuft derzeit alles glatt. Doch die Aktie habe das Beste bereits hinter sich; es sei an der Zeit auszusteigen, berichtet die Schweizer Handelszeitung. Hiestand steigert die Betriebsgewinnmarge (Ebit) in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge. Mit etwa 9,7 Prozent des Umsatzes dürfte sie 2004 nahe an das Margenziel von zehn Prozent herankommen. Die Maßnahmen zur Restrukturierung erweisen sich damit als erfolgreich. Im schwierigen Jahr 2001 lag die Betriebsgewinnmarge Hiestands noch bei 6,3 Prozent. Die Großbäckerei wächst weiter kräftig. Die Zürcher Kantonalbank erwartet für 2004 bei Hiestand einen Umsatz von 397 Millionen Franken und einen Reingewinn von 23,5 Millionen Franken -- im Vergleich zu 2003 ein stolzes Gewinnplus von 29 Prozent. Die Krisenstimmung, die Anfang 2003 noch vorherrschte, ist längst vergessen. Die Aktie gehörte dieses Jahr auf Grund aller guten Nachrichten zu den Top-Performern an der Schweizer Börse. Künftig will Hiestand noch größere Gipfeli backen. Die Vision des Unternehmens ist es, bis 2010 den Umsatz auf eine Milliarde Franken mehr als zu verdoppeln. Dies wird nur über eventuell riskante Akquisitionen möglich sein. Derzeit läuft auf der betrieblichen Seite bei Hiestand alles glatt. Für die Aktie gilt: Aussteigen, wenn es am schönsten ist. Es dürfte die Zeit gekommen sein, um die schönen Gewinne zu realisieren. «Der starke Kursanstieg hat bereits viel Potenzial vorweggenommen, der Titel ist nicht mehr billig», urteilt die Zürcher Kantonalbank. Die Hiestand-Aktie ist mit einem geschätzten Kurs/Gewinn-Verhältnis von 21 für das laufende Jahr tatsächlich längst kein knuspriges Schnäppchen mehr. Vor allem weil die Luft für weitere Margenverbesserungen sehr dünn geworden sei, fehle es an Gewinnchancen, unkt die Kantonalbank: «Für einen Lebensmittelproduzenten ohne starke Marke ist ein Margenniveau um zehn Prozent sehr beachtlich». Der hohe Preis mache die Aktie anfällig für Enttäuschungen.

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08. Südback 2005: von fünf auf vier Tage reduziert
Stuttgart. (18.12. / mstg) Die Südback 2005, Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk, öffnet vom 15. bis 18. Oktober in Stuttgart ihre Tore. Mit der Konzentration der Messe von bisher fünf auf künftig vier Tage kommen die Messe Stuttgart und ihre Partner -- die Bäckerinnung Stuttgart sowie die Bäko-Zentrale Süddeutschland -- den erwarteten rund 400 Ausstellern entgegen. Zudem werde der wirtschaftlichen Entwicklung mit Blick auf die weitere Konzentration der Fachbetriebe sowie den anhaltenden Fusionen auf dem Anbietermarkt Rechnung getragen, heißt es aus Stuttgart. Licht am Ende des Tunnels sieht übrigens Peter Becker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, der auf eine Trendwende für 2005 setzt.


TERMINE


09. BioFach 2005: Weltleitmesse für Bio-Produkte
Nürnberg. (22.12. / nm) Vom 24. bis 27. Februar öffnet die BioFach 2005 in Nürnberg ihre Tore. Die Weltleitmesse für Bio-Produkte erwartet rund 1.900 Aussteller und 30.000 Fachbesucher aus aller Welt. «Land des Jahres» wird Brasilien sein.
Info: http://www.biofach.de

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10. ISM: Veranstalter erwarten Rekordbeteiligung
Köln. (21.12. / km) Für die Internationale Süßwaren-Messe (ISM) im 2005 rechnet die Koelnmesse mit einer Rekordbeteiligung. Erstmals in ihrer Geschichte überbietet die Leitmesse der internationalen Süßwarenwirtschaft die Marke von 1.600 ausstellenden Unternehmen, wie die Messegesellschaft mitteilt. Für die 35. ISM vom 30. Januar bis 02. Februar buchten die Aussteller insgesamt eine Brutto-Hallenfläche von 110.000 Quadratmetern, rund 28.000 mehr als 2004. Der Umzug der ISM von den Rheinhallen in das großzügigere Osthallengelände habe der Veranstaltung «neue Impulse» gegeben, heißt es. Die ISM ist hierzulande eine der internationalsten Messen weltweit. Der Auslandsanteil unter den Ausstellern liegt branchenbedingt bei über 80 Prozent. Gezeigt werden ausschließlich für den Ladenverkauf bestimmte Endprodukte der Warengruppen Schokolade, Zuckerwaren, Feine Backwaren, Knabbererzeugnisse, Eiskrem und Rohmassen. Die nur für Großabnehmer und Einkäufer aus dem Fachhandel zugängliche Veranstaltung registrierte zur letzten Messe 32.952 Fachbesucher aus 147 Ländern. Der Auslandsanteil unter den Besuchern betrug damit knapp 60 Prozent.


ALLGEMEINES

11. Kündigung rechtmäßig: Wenn der Fahrer schlemmt ...
Mainz. (24.12. / lg) Ein Arbeitgeber bezichtigte einen seiner Fahrer des Diebstahls und feuerte ihn fristlos, weil er in den Filialen aß und trank, ohne zu bezahlen. Jetzt gab das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz dem Arbeitgeber Recht. Das Urteil sieht eine fristlose Kündigung auch dann als gerechtfertigt an, wenn der Wert der gestohlenen Gegenstände nur gering ist. Maßgebend sei in erster Linie, ob durch das Verhalten des Mitarbeiters das Vertrauensverhältnis mit dem Arbeitgeber nachhaltig gestört sei (AZ: 4 Sa 328/04). Der Verkaufsfahrer hatte gegen die Kündigung geklagt, weil der Arbeitgeber überreagiert habe. Er wurde abgewiesen, denn abgesehen davon, dass schon der Diebstahl geringwertiger Sachen das Vertrauensverhältnis zerstören könne, führe der unerlaubte, regelmäßige Verzehr von Backwaren im Lauf der Zeit zu einer mehr als nur geringfügigen Schädigung des Arbeitgebers, so die Begründung.

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12. Vor der Bescherung: 500.000 Osterhasen auf Reise
Delitzsch. (23.12. / dpa / eb) Am Nordpol, bei Weihnachtsmann und Christkind, laufen die Vorbereitungen für eine reibungslose Bescherung vermutlich gerade auf Hochtouren; wird der Schlitten noch einmal gewienert. Doch die Rentiere sind noch nicht angespannt, da kreuzen schon sächsische Osterhasen den Weg. Genauer gesagt sächsische Schokoladen-Osterhasen den Weg nach Großbritannien. In der Delitzscher Süßwarenfabrik van Netten GmbH wurde jetzt nämlich die Produktion der Hoppelmänner beendet; und «pünktlich» 13 Wochen vor dem Osterfest starten die ersten Langohren -- Schokoladen-Hohlfiguren -- Richtung England. Rund 500.000 der aufwendig verpackten «Easter Bunny» sollen es sein, die nach Firmenangaben exklusiv für die britische Insel hergestellt wurden. Die Produktion der Schokoladen- Weihnachtsmänner laufe dann wieder im Hochsommer an, heißt es aus Delitzsch -- damit von August an der Handel beliefert werden könne. Die van Netten GmbH produziert in ihren beiden Werken Dortmund und Delitzsch jährlich insgesamt um 40.000 Tonnen Süßwaren. Rund vier Prozent davon sind Saisonartikel, wie etwa Osterhasen oder Weihnachtsmänner.

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13. Handwerk: Nahrungsmittelgewerbe kann sich behaupten
Wiesbaden. (23.12. / destatis) «Vier Prozent weniger Beschäftigte im Handwerk Ende September 2004 gegenüber September 2003», heißt es in einer der jüngsten Meldungen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden. Der Fall scheint klar: Dem Handwerk geht es schlecht. Doch man muss genau hinsehen, unterteilt sich das zulassungspflichtige Handwerk doch in die Gewerbegruppen Bauhauptgewerbe, Ausbaugewerbe, Handwerke für den gewerblichen Bedarf, Kraftfahrzeuggewerbe, Gesundheitsgewerbe, Friseurgewerbe und Nahrungsmittelgewerbe. So groß die Vielfalt, so groß auch die Unterschiede im wirtschaftlichen Erfolg. Während das Bauhauptgewerbe minus 7,5 Prozent Beschäftigte und minus fünf Prozent Umsatz meldet, hat das Gesundheitsgewerbe den geringsten Beschäftigungsrückgang mit minus 0,2 Prozent. Das stärkste Umsatzplus gab es mit 0,8 Prozent in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf. Im Verhältnis zu den vorliegenden Zahlen hat sich das Nahrungsmittelgewerbe gut gehalten: minus 2,5 Prozent Beschäftigte, plus 0,2 Prozent Umsatz.
Info: http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2004/p5420152.htm

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14. Stevia: Süßstoffpflanze mit Zukunft?
Bonn. (23.12. / aid) «Stevia rebaudiana», so heißt eine Pflanze aus Paraguay, die künftig auch in Europa angebaut werden könnte. Es fehlt aber noch die EU-Zulassung. Forscher der Universität Hohenheim entwickelten die Pflanze für den Anbau in Europa weiter. Anbau- und verfahrenstechnische Fragen seien gelöst, sagen die Hohenheimer Forscher. Stevia ist eine krautartige, blattreiche Pflanze aus der Familie der Compositae. Stevia-Arten haben ihren Ursprung auf dem amerikanischen Kontinent, werden heute aber auch im asiatischen Raum angebaut und genutzt. Aus Stevia kann Steviosid gewonnen werden: süßer als Zucker, Vitamin schonend und geeignet für Diabetiker. Der natürliche Süßstoff könnte künstliche Süßstoffe in Getränken, Brotaufstrichen und Süßwaren ersetzen. Stevia-Produkte gibt es bereits im asiatischen Raum, aber auch in der Schweiz. Dort allerdings bisher nur in der Apotheke. Die ungewöhnlichen Eigenschaften der Pflanze machen sie für die Lebensmittelindustrie interessant. Zu den positiven Wirkweisen gehören Vitaminschutz, ein hohes antioxidatives Potential, praktisch kein Kaloriengehalt und Zahnunschädlichkeit. Aufgrund ihrer Eigenschaften eignet sich Stevia besonders für Regionen, in denen bisher Tabak angebaut wurde. Auf einer Fachveranstaltung informierten die Hohenheimer Wissenschaftler Vertreter der Lebensmittelindustrie über ihre bisherigen Forschungsarbeiten. Damit Stevia auch in der EU zugelassen wird, verlangt die Zulassungsbehörde weitere Forschungsarbeiten und zusätzliche Informationen. Strittig unter den Experten ist noch die Frage der gesundheitlichen Unbedenklichkeit des Süßungsmittels. Obwohl Experten der WHO und der FAO inzwischen entschieden haben, Süßstoffen aus Stevia einen ADI-Wert (ADI= acceptable daily intake) zu erteilen.
Info: http://www.uni-hohenheim.de/~www440/VTP/stevia/A0/A2

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15. Dicke Kinder: Biologische Ernährung kann helfen
Nürnberg. (22.12. / nm) Die Fettleibigkeit großer Bevölkerungsgruppen gerät zunehmend ins Visier nicht nur der Gesundheitspolitiker. Auch die deutsche Verbraucherministerin Renate Künast hat sich des Themas angenommen und Ende September 2004 die «Plattform Ernährung und Bewegung» ins Leben gerufen. Ziel ist es, einen gesunden Ernährungsstil zu propagieren, der verhindert, dass jedes fünfte Kind zu dick, jedes zwölfte sogar krankhaft übergewichtig (adipös) ist. In den USA, wo dieses Problem bereits seit längerem existiert, und zahlreichen anderen Ländern ist das Thema Übergewicht permanent in der öffentlichen Diskussion. In England wird etwa nicht nur eine gesunde Diät mit viel Obst und Gemüse empfohlen, sondern ebenso die Umstellung auf Bio-Kost. Aktionen dieser Art können sich in Zukunft als Nachfragemotoren entwickeln, wenn sie richtig konzipiert sind. Mehr und mehr wird wieder über den Einsatz von Bio-Lebensmitteln in Schul- und Krankenhausküchen debattiert. In den vier großen Flächenstaaten Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien gibt es Erfolg versprechende Ansätze in dieser Richtung, die in Italien schon am weitesten gediehen sind. Dort schreibt ein Gesetz vor, dass Bio-Erzeugnisse Verwendung finden müssen. So wird in Hunderten von italienischen Schulküchen mindestens zum Teil mit Bio-Lebensmitteln gekocht. Auch in Wien setzen die 360 städtischen Kindergärten auf Bio-Essen. Seit vergangenem Jahr werden täglich 30.000 Kinder mit einem Mittagsmenü versorgt, dessen Zutaten etwa zur Hälfte aus ökologischem Landbau stammen.

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16. «Low-Carb»: Höhenflug ist beendet
Hamburg. (21.12. / eb) Der Markt für die 2003/2004 allgegenwärtige Low-Carb-Diät kühlt sich in den USA rapide ab. Die Zahl der Amerikaner, die angeben, auf eine kohlenhydratarme Ernährung zu achten (etwa «Atkins» oder «South Beach»), geht nach Angaben von Kennern der US-Lebensmittelbranche deutlich zurück. Einhellige Meinung: «Der Höhenflug ist beendet». Es mangele dem Low-Carb-Markt an Stehvermögen. Soll heißen, dass der in den letzten 24 Monaten allgegenwärtige Trend seinen Zenit überschritten hat und Verbraucher-Mehrheiten kaum noch für sich gewinnen kann. Spezielle Low-Carb-Produkte, von vielen Food- und Getränkeherstellern 2004 auf den Markt gebracht, hätten zudem die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen können.

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17. Kaffeeverband: erwartet kurzfristige Preiserhöhungen
Hamburg. (20.12. / Die derzeitigen Kaffeepreise im deutschen Einzelhandel sind seit Sommer 2002 im freien Fall. Die Durchschnittspreise per 500-Gramm-Packung sind permanent gesunken und haben zwischenzeitlich das tiefste Niveau seit 50 Jahren erreicht. Dies ist nicht nachvollziehbar, da die Rohkaffeepreise im gleichen Zeitraum um mehr als 35 Prozent gestiegen sind. Diese Preissteigerungen für Rohkaffee und weitere Erhöhungen im Verpackungsbereich (etwa Folien), die auf dem Rohölpreis basieren, sowie Energie- und Personalkosten, die explodierenden Frachtkosten im Seeverkehr und andere Verbringungskosten, machen schon lange eine Preiserhöhung notwendig. Um die Qualitätsvielfalt für den Konsumenten zu erhalten, kann sich die deutsche Kaffeewirtschaft einer Preiserhöhung kurzfristig nicht entziehen. Der Deutsche Kaffee-Verband in Hamburg rechnet daher kurzfristig mit einer erheblichen Kaffeepreiserhöhung.


BUCH- / SURFTIPPS


18. CCG: zur Rückverfolgbarkeit von Verpackungen
Köln. (18.12. / ccg) Die Centrale für Coorganisation (CCG) informiert über die zum Jahreswechsel 2004/2005 in Kraft tretende EU-Verordnung zur Rückverfolgbarkeit von Lebens- und Futtermitteln. Demnach müssen künftig auch jene Materialien und Gegenstände ausnahmslos berücksichtigt werden, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Die betroffenen Produkte, in erster Linie Primärverpackungen, jedoch auch Abfüllmaschinen und sonstige Gegenstände, die mit Lebensmitteln in direkten Kontakt kommen, müssen über alle Herstellungs-, Verarbeitungs- und Vertriebsstufen rückverfolgbar sein. Nützliche Hinweise gibt es leicht verständlich unter http://www.ccg.de/Inhalt/e4/e1252 . Die «Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Oktober 2004 über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen und zur Aufhebung der Richtlinien 80/ 590/ EWG und 89/ 109/ EWG» gibt es im Format PDF (14 Seiten) unter
http://europa.eu.int/eur-lex/lex/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2004:338:0004:0017:DE:PDF


REZEPT DER WOCHE

19. Gugelhupf Picardie / BuFa
Weinheim. (22.12. / bufa) Manchmal gräbt die Bundesfachschule des Deutschen Bäckerhandwerks kleine Schätze aus bei ihrer Suche nach «dem» Rezept des Monats. Gelungen ist das wieder einmal für Dezember, im dem die BuFa einen besonderen Leckerbissen vorstellt: den Gugelhupf Picardie, Spezialität aus dem kleinen Departement Nordfrankreichs gleichen Namens, wo der schöne Napfkuchen auch als Brioche durchgeht. Sie ahnen es: In der Schlichtheit liegt die Eleganz und oft auch der irdische Genuss. Hochwertige Rohstoffe und eine traditionelle Herstellungsweise soll in diesem Fall nicht nur «typischen», sondern gar vollaromatischen Geschmack garantieren. Die gut gelockerte und goldfarbene Krume entfalte ein Appetit anregendes Aroma. Der Gugelhupf munde vorzüglich zu einem Glas Champagner oder einem fruchtigen Gewürztraminer. Er sei eine Bereicherung für die Kaffeetafel und das Frühstück (nicht nur) während der Feiertage.
Rezept [128 KB]: http://www.bufa-weinheim.de/downloads/Gugelhupf_Picardie_R_2004_12.pdf
Produktinfo [83 KB]: http://www.bufa-weinheim.de/downloads/Gugelhupf_Picardie_PI_2004_12.pdf