DAS WAREN DIE THEMEN IM WEBBÄCKER NEWSLETTER FÜR DIE 34. KALENDERWOCHE 2004:


BRANCHE:
01. Im Vertrauen: Ehrliche Bleche sind 15 Prozent billiger
02. Franz Martin Brot: Konkursverfahren eröffnet
03. Südwesten: Markt im rasanten Wandel
04. Wissenschaft: Diätsalz mit Lysin entwickelt

TERMINE:
05. LIV Bayern: mit vielversprechendem UFT-Programm
06. InterCool: Branchentreff für den Handel
07. Hogatec: mit umfangreichem Serviceportal
08. Halloween: Wettbewerb zur Sachsenback

ALLGEMEINES:
09. Convenience Stores: 7-Eleven kommt nach Deutschland
10. Convenience: Deutsche Bahn mit DB Service Stores

PERSONALIEN:
11. Kern: bäckt jetzt größere Brötchen
12. Freundschaftsspiel: 19 Tore für die Bäcker

BUCH- / SURFTIPPS:
13. BMI: Umfangreiches Infomaterial zum Herunterladen
14. Mutterkorn: «Sankt-Antonius-Feuer» aus dem Roggen
15. BMBF-Broschüren: «Jetzt selbst ausbilden»
16. Feine Backwaren: Fehler und deren Beseitigung

REZEPT DER WOCHE:
17. GMF: Pausenbrot bleibt wichtig!


BRANCHE


01. Im Vertrauen: Ehrliche Bleche sind 15 Prozent billiger
Eschweiler. (20.08. / an) «Im Mittelalter wurden Manipulationen am Gewicht von Backwaren durch drastische Strafen geahndet -- wie etwa durch die Bäckertaufe», klingt es aus dem Hause Anneliese Mertes GmbH, führendem Bäckereiausstatter aus Eschweiler bei Aachen: «Wir dagegen setzen auch künftig auf Ehrlichkeit und Transparenz». Gemeint sind an dieser Stelle Ehrlichkeit und Transparenz auf dem Markt für Backbleche. Des Pudels Kern: Die Eschweiler Spezialisten und viele Bäckereien haben festgestellt, dass zunehmend Lochbleche auf den Markt kommen, die bis zu 15 Prozent leichter sind als herkömmliche Bleche. Kritik aus Eschweiler: Durch versteckte Gewichtsmanipulation wird Käufern hierdurch ein objektiver Preis-Leistungs-Vergleich unmöglich gemacht und sie zahlen zu viel fürs subjektiv preiswertere, jedoch billigere Blech. Oder um es anders herum zu formulieren: Trotz starken Preisdrucks hat sich der Bäckereiausstatter in der Vergangenheit nicht dazu verleiten lassen, einerseits marktübliche Qualität zu bewerben und zu verkaufen -- andererseits aber leichtere Bleche zu liefern. Die einzige Möglichkeit, Preis und tatsächlich erhaltene Leistung zu prüfen, besteht für Backbetriebe darin, den Kilogramm-Preis von Blechen und deren tatsächliches Gewicht zu vergleichen. Dazu bedarf es keiner komplizierten Messgeräte. Schon eine Kleinkomponentenwaage deckt etwaige Differenzen beim Gewicht zuverlässig auf. Aus diesem Grund hat die Anneliese Mertes GmbH ihr neues Vertriebssystem für Backbleche komplett auf die für Bäckereien vorhandene Prüfmöglichkeit abgestellt. Wichtige Hinweise hierzu enthält der Artikel «Anneliese: Ehrliche Bleche sind 15 Prozent billiger» (zwei Seiten, 138 KB) unter
Info: http://www.webbaecker.de/r_branche/2004/0804BLECHSYSTEM.PDF

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02. Franz Martin Brot: Konkursverfahren eröffnet
Salzburg. (19.08. / eb) Über das Vermögen der Franz Martin Brot GmbH in Salzburg-Stadt wurde dieser Tage vor dem Landgericht Salzburg das Konkursverfahren eröffnet. Passiva in Höhe von rund 1.100.000 Euro stünden Aktiva in Höhe von rund 340.000 Euro gegenüber, meldet die Tagespresse. Die Überschuldung beträgt demnach rund 753.000 Euro. Beschäftigt würden derzeit 31 Mitarbeiter/innen. Ein Zwangsausgleich werde angestrebt. Die Franz Martin Brot GmbH wurde im Februar 2003 gegründet und betreibt derzeit an acht Standorten Teilverkaufsbetriebe. Die Assets der Bäckereifilialen wurden von der Franz Martin Brot GmbH aus dem Konkursverfahren der «Hygienischen Dampfbäckerei Franz Martin» erworben und die Filialen fortgeführt, wobei über das Vermögen des letzt genannten Unternehmens seit Mai 2002 am Landgericht Salzburg der Konkurs anhängig ist. Zu den Ursachen der Insolvenz heißt es, dass Geschäftsführer Franz Martin das Bäckereigewerbe nicht gelernt hat und -- nachdem wichtige betriebswirtschaftlichen Kennzahlen eine Negativentwicklung nahmen -- eine Unternehmensberatung beauftragt wurde, um dem entgegen zu wirken. Ein Honoraranspruch in Höhe von 80.000 Euro für diese Beratungstätigkeit soll nun zum wirtschaftlichen Zusammenbruch geführt haben. Als weitere Konkursursachen werden die veraltete Produktion sowie mangelhaftes Controlling angeführt, zudem wurde zu wenig Marketing betrieben. Darüber hinaus sei der Geschäftsführer in kaufmännischen und unternehmensspezifischen Belangen überfordert gewesen. Ihren Mitarbeiter/innen hat die Franz Martin Brot GmbH seit Mai keine Löhne/Gehälter mehr ausbezahlt, heißt es in einer früheren Meldung.

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03. Südwesten: Markt im rasanten Wandel
Stuttgart. (19.08. / eb) Heute würden in Baden-Württemberg nur noch 45 bis 50 Prozent des klassischen Brots beim Bäcker gekauft, sagt Andreas Kofler, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands des württembergischen Bäckerhandwerks, gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Der Verdrängungswettbewerb sei längst nicht beendet, und werde nicht nur über den Preis, sondern ebenso über die Qualität geführt. Derzeit gebe es in Baden-Württemberg rund 2.500 Bäckereien, die in die Handwerksrolle eingetragen sind. Mit rund 42.000 Beschäftigten betreiben die Handwerksbäckereien aktuell etwa 6.000 Filialen im Südwesten und setzen dort rund 1,8 Milliarden Euro um. Den genauen Markt für Brot und Backwaren könne in Baden-Württemberg derzeit kaum jemand genau überblicken und aktuelle Zahlen seien schwer zu erhalten -- Verkaufsstände und/oder Aufbackstationen schössen wie Pilze aus dem Boden.
Info (100 KB): http://www.webbaecker.de/r_branche/2004/0804SUEDWESTEN.PDF

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04. Wissenschaft: Diätsalz mit Lysin entwickelt
Woronesch / RU. (18.08. / ruo) Wissenschaftler der Staatlichen Universität Woronesch haben in Zusammenarbeit mit der staatlichen Medizinakademie Woronesch und dem Forschungs- und Produktionsunternehmen Woronesch kürzlich ein «nützliches» Diätsalz mit Lysin -- Aminosäure im Eiweiß -- und einem herabgesetzten Natriumwert entwickelt, berichtet Russland Online. Dieses «nützliche» Salz könne ohne gesundheitsschädigende Folgen von Hypertonikern, Herzkranken, schwangeren Frauen und Nierenkranken verwendet werden. Es sei aber auch für Gesunde empfehlenswert. Derzeit setzen die Wissenschaftler aus Woronesch gemeinsam mit Produzenten das Lysin bei Brot- und Backwaren ein. Der Meldung zufolge planen sie die Produktion von Hämatogenen unter Zusatz von Lysin und die Produktion von Heilmitteln.


TERMINE

05. LIV Bayern: mit vielversprechendem UFT-Programm
München. (20.08. / msg / liv) Mitte Oktober ist es wieder soweit: Die LIV-Unternehmensführungstagung 2004 des bayerischen Bäckerverbands wird zum zwölften Mal neu aufgelegt. Tagungsort ist wieder der «Schindlerhof» in Nürnberg-Boxdorf. Waren es 2003 Thorsten Schröter, Dr. Gerhard Bosselmann, Gottlieb Nuderscher und Co, die unter dem Motto «Unternehmerdasein in schwieriger Zeit» wichtige Impulse gaben, werden sich in diesem Jahr namhafte Experten der Frage zuwenden, wie man ein Überleben am Markt sichern kann. Wer genau das will, sollte sich die Unternehmensführungstagung der bayerischen Bäcker am 12. und 13. Oktober nicht entgehen lassen, denn: Die Unternehmensberater Lars Feldmann und Elmar Vogt, die Bäckerkollegen Reinhard Hesse, Josef Hinkel und Bernd Kütscher, die Profi-Coaches Anne Schüller und Barbara Krieger-Mettbach sowie die Bestsellerautorin und Management-Trainerin Sabine Asgodom sind die angekündigten Referenten. Selbst «Urwald-Aktivist» Rüdiger Nehberg ist zur Stelle um zu berichten, wie es ist, wenn es ums Überleben geht. Thematisch erfahren die Tagungsteilnehmer, wie Betriebe in gesättigten Food-Märkten wachsen können, welche Macht Alleinstellungsmerkmale haben, wie erfolgreiche Marketingkonzepte aussehen, wie aus Kunden loyale «Immer-Wieder-Käufer» werden, wie bessere Beratung für besseren Umsatz sorgt und was hinter dem Spruch «Eigenlob stimmt» steht.
Info: Die Tagungsgebühr beträgt 540 Euro je Person plus Mehrwertsteuer. Darin enthalten: Tagungsteilnahme, zwei Mittagessen, ein festliches Abendessen (ohne Getränke), Tagungsgetränke, Pausengetränke und -gebäck, Seminarunterlagen. Anmeldung und weiterführende Hinweise (auch zu Rabattregelungen) gibt es unter mailto:msg@baecker-bayern.de, Telefon 089/5442130, Telefax 089/536305.

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06. InterCool: Branchentreff für den Handel
Düsseldorf. (17.08. / eb) Vom 26. bis 29. September öffnet die Messe Düsseldorf ihre Pforten für die InterCool, internationale Fachmesse für Tiefkühlkost, Speiseeis und Kältetechnik. Parallelveranstaltungen sind die InterMopro, internationale Fachmesse für Molkereiprodukte, sowie die InterMeat, internationale Fachmesse für Fleisch und Wurst. Über 28.000 Fachbesucher aus Lebensmittelhandel, Lebensmittelhandwerk und Großverbraucherbereich -- davon rund ein Viertel internationale Gäste -- waren zum Branchentreff 2002 gekommen, der europaweit als wichtigste Messe für den Handel gilt -- gemeint ist das Dreigestirn InterCool- InterMopro- InterMeat. Insgesamt 936 Aussteller hatten auf über 41.000 Quadratmetern Nettofläche ihre Produkte und Dienstleistungen präsentiert. Das wird in diesem September nicht anders sein. Die Erwartung Backwaren produzierender Unternehmen, in Düsseldorf wichtige Kontakte knüpfen zu können, hat nämlich weiter zugenommen. Derzeit weist die Aussteller- Datenbank für die Produktgruppe «Backwaren» über 40 Aussteller aus. Produktgruppen wie «Pizzas und Baguettes» oder «Snackartikel» nennen weitere in der Backbranche bekannte Anbieter. Den veränderten Schwerpunkten am Markt mit seinen verschiedensten (Vertriebs-) Konzepten trägt MIWE Rechnung, in dem die Arnsteiner Spezialisten für Backofenbau und Bäckerkälte (siehe http://www.miwe.com) während der InterCool ein Zielgruppen-orientiertes Programm an Ladenbacköfen und Kältetechnik zeigen. Dies an Stand 7a/E02 nicht allein, sondern in Kooperation mit Haubi's, der Anton Haubenberger GesmbH aus dem österreichischen Petzenkirchen (siehe http://www.haubis.at). Wer und was Sie anlässlich der Düsseldorfer Fachmesse sonst noch erwartet, erfahren Sie unter
Info: http://www.intercool.de

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07. Hogatec: mit umfangreichem Serviceportal
Düsseldorf. (16.08. / md) Die Fachmesse Hogatec, die vom 26. bis 30. September in Düsseldorf stattfindet, möchte mit ihrem neuen Serviceportal an 365 Tagen im Jahr eine wichtige Informationsquelle für die Branchen Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zur Verfügung stellen. Das Portal liefert aktuelle Branchennews, eine umfassende Online-Recherchedatenbank und sämtliche Informationen rund um die Messe. Basisinformationen helfen Ausstellern und Besuchern mit allgemeinen Daten und Fakten, ihre Messebeteiligung schnell und unkompliziert zu planen. Abzurufen sind Hinweise zu Eintrittspreisen, Angeboten, Strukturdaten, Team-Informationen und der aktuelle Geländeplan. Daneben gibt es einen Ausstellerservice.
Info: http://www.hogatec.de

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08. Halloween: Wettbewerb zur Sachsenback
Leipzig. (16.08. / liv) Der Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen, die Bäko Zentralen Nord und Süddeutschland sowie die Messegesellschaft Durma MSI laden alle Innungen, Betriebe, Bäcker-Fachvereine, Einzelpersonen sowie Lehrlinge aus Bäckereien und Konditoreien zur Teilnahme am großen Wettbewerb zum Thema Halloween ein. Die Wettbewerbsarbeiten werden während der Sachsenback vom 30. Oktober bis 01. November in der Messehalle am Konditoren-Ideenmarkt präsentiert. Für die besten Arbeiten stehen attraktive Preise bereit: der erste Preis ist ein DVD-Rekorder, der zweite eine Ballonfahrt, der dritte eine Digitalkamera. Für die drei besten Lehrlingsarbeiten gibt es Sonderpreise. Außerdem erhält jeder Teilnehmer eine Urkunde und ein Dankeschön-Präsent.
Info und Anmeldung: LIV Saxonia; Hohe Str. 22 in 01069 Dresden; Telefon 0351/4715353, Telefax 0351/4710100, mailto:info@baeckersachsen.de


ALLGEMEINES

09. Convenience Stores: 7-Eleven kommt nach Deutschland
Dallas / Texas. (16.08. / eb) Mehr als 10.000 Seven-Eleven-Stores gibt es in Japan, um die 5.800 sollen es in Nordamerika sein (USA und Kanada), weltweit mehr als 25.000 -- egal ob in Eigenregie oder gemeinsam mit Franchisenehmern. Was die Covenience Stores weltweit so erfolgreich macht ist die Tatsache, dass sie rund um die Uhr geöffnet, also verfügbar sind. Zwar können in den meisten Regionen der Welt auch andere Ketten und Läden rund um die Uhr geöffnet halten, doch werden aus bekannten Gründen oft Absprachen getroffen, um Raum für Ruhezeiten zu gewinnen. Die absolute Verfügbarkeit der 7-11-Shops ist für die texanische 7-Eleven Inc also ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Mit Fingerfood und Convenience- Artikeln, Dienstleistungen sowie einem klassischen Kiosksortiment im Angebot, ist 7-Eleven vielerorts so etwas wie der rettende Anker in dunkler Nacht. Ein Merkmal, den 7-Eleven hierzulande in der Vergangenheit niemals hätte ausspielen können. Da das hiesige Ladenschlussgesetz nunmehr nur noch ein Schatten seiner selbst ist, hat der deutsche Markt für die Texaner deutlich an Attraktivität gewonnen: Spätestens 2006 will die norwegische Handelsgruppe Reitan, Lizenzinhaber für 7-Eleven in Norwegen, Dänemark und Schweden, die ersten Shops in Deutschland eröffnen. Den Anfang soll Berlin machen, wo es 2006 etwa 50 bis 100 7-Eleven-Shops geben soll -- ungefähr so viel wie in Stockholm oder Oslo. Wie in Norwegen setzt Reitan dabei auf Franchising. Die ersten zehn Berliner Stores sollen in Eigenregie geführt werden. 24 Stunden Öffnung -- selbstverständlich in den USA oder in Asien -- sind in Berlin nicht vorgesehen. Insgesamt ist derzeit von einer Investitionssumme in Höhe von rund 100 Millionen Euro die Rede. Bei durchschnittlich 100 Quadratmetern Fläche sollen die Stores zwischen zwei bis drei Millionen Euro per Anno umsetzen. Vertreten ist 7-Eleven übrigens in 18 Staaten. Weltweit verbuchten die Texaner zuletzt 26,524 Milliarden US-Dollar Umsatz. Die skandinavischen Lizenznehmer (jeweils um 75 Outlets in Norwegen und Schweden, 44 in Dänemark, Umsatz der Vertriebslinie bei 200 Millionen Euro) sehen sich in der Hauptstadt nun nach vielversprechenden Standorten um.
Info: http://www.7-11.com

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10. Convenience: Deutsche Bahn mit DB Service Stores
Frankfurt / Main. (16.08. / eb) Den ersten seiner Art gab es bereits 1997: an der S-Bahn-Station Galluswarte in Frankfurt. Gedacht wurde damals an rasche Multiplikation, die Rede war von bis zu 1.500 Standorten bundesweit. Die Idee von den Convenience Stores in Bahnhöfen -- mit Getränke-, Zeitschriften- und Snack-Angebot sowie integriertem Fahrkarten-Counter -- kam jedoch nicht wirklich voran. Seither hat sich viel verändert und nun will die Bahn Gas geben: Bis Ende 2005 sollen unter Regie des Ex-Shell-Managers Christian Warning 100 Outlets nach dem Vorbild von Tankstellen-Shops am Schienennetz sein. Angestrebt sind bis zu 500 DB Service Stores an Bahnhöfen und Stationen mit mindestens 2.500 Reisenden pro Tag. Die Shops sollen zwischen 20 und 200 Quadratmetern groß sein und von Franchisepartnern geführt werden.


PERSONALIEN

11. Kern: bäckt jetzt größere Brötchen
Düsseldorf. (19.08. / eb) Nur zwei Monate nach seinem überraschenden Abgang bei der Düsseldorfer Kamps AG wechselt der promovierte Betriebswirt Michael Kern (49) zum 01. September auf den Posten des Nutzfahrzeug-Vertriebsvorstands bei VW nach Wolfsburg. Wie Volkswagen mitteilt, habe sich Amtsvorgänger Wolfgang Dolg (57) in den Ruhestand verabschiedet. Dolg hinterlässt eine Konzernsparte, die in tiefroten Zahlen steckt. Der gebürtige Wuppertaler Kern war von Barilla-Chairman Guido Barilla nach der Übernahme des Düsseldorfer Backwarenkonzerns im Januar 2003 mit dem Vorstandsvorsitz betraut worden. Als Nachfolger von Firmengründer Heiner Kamps sollte er den Neuerwerb wieder rentabel machen. Nachdem die Backwaren-Umsätze im ersten Halbjahr 2004 jedoch eingebrochen waren, kündigten die Italiener Kerns Vorstandsvertrag nach nur 18 Monaten. Ursprünglich sollte der Vertrag bis Ende 2005 laufen.

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12. Freundschaftsspiel: 19 Tore für die Bäcker
Hamburg. (17.08. / bkv) Sengende Sonne und Temperaturen um 34° Celsius hielten hanseatische Innungsbäcker und Schornsteinfeger nicht von ihrem Fußballturnier ab, an dem sowohl Kicker als auch Zuschauer ihre helle Freude hatten -- 19:12 das deutliche Ergebnis für die Bäcker. Das wollen die Schornsteinfeger natürlich nicht auf sich sitzen lassen, so dass die (Möglichkeit zur) Revanche fürs nächste Jahr bereits fest eingeplant ist. Bäcker-Mannschaftsführer und stellvertretender Obermeister Heinz Hintelmann: «Beide Mannschaften waren während der zwei mal 20 Minuten Spielzeit mit großem Einsatz und viel Freude dabei, so dass der Funken schnell auf die zahlreichen Zuschauer überspringen konnte». Neben Heinz Hintelmann kickten für die Bäcker Björn Hintelmann, Kim Brantin und Amir Rahali (Bäckerei Hintelmann), Lamen Sumariel (Bäcker Becker), Tomas Schmidt und Reiner Eberhardt (Dat Backhus), Dirk und Christopher Hansen (Bäckerei Hansen), Birgit und Ulf Vollstädt (Bäckerei Vollstädt) und Svenja Ricke von der Geschäftsstelle der Bäckerinnung.


BUCH- / SURFTIPPS


13. BMI: Umfangreiches Infomaterial zum Herunterladen
Bonn. (20.08. / bmi) Das Backmittelinstitut Bonn/ Wien stellt die Themen der neuesten Ausgabe von «bmi-aktuell» vor und bietet sie im Format PDF zum kostenlosen Herunterladen an:
• Kein Zuckerschlecken -- die Geschichte der Süße
• Sensorik bei der Herstellung von Backwaren (Teil I)
• Wie wurde vor hundert Jahren gebacken?
• «Runder Tisch» -- Drei Klausurtagungen
• Je dunkler der Toast, desto gesünder -- Röststoffe in Lebensmitteln wie Kaffee oder Brot wirken antioxidativ und entgiftend.
Download: http://www.backmittelinstitut.de/frame-bmi_aktuell.htm

Das Backmittelinstitut hat zudem die Broschüre Nr. 09 zum Thema «Backpulver -- Geschichte und Wissen heute» sowie die Broschüre Nr. 10 zum Thema «Schokoladenüberzugsmassen und Fettglasuren» überarbeitet und im Rahmen seiner Schriftenreihe veröffentlicht. Die Broschüren können als PDF-Dateien vom BMI-Server kostenlos heruntergeladen oder gegen einen Kostenbeitrag als Printversion beim BMI bezogen werden.
Download: http://www.backmittelinstitut.de/frame-info.htm
Printversion: Die gedruckten Broschüren können beim Backmittelinstitut e.V., Markt 9 in 53111 Bonn gegen einen Kostenbeitrag von drei Euro plus Porto und Mehrwertsteuer bestellt werden.

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14. Mutterkorn: «Sankt-Antonius-Feuer» aus dem Roggen
Bonn. (20.08. / aid) Der Befall von Winterroggen mit Mutterkorn (Claviceps purpurea) tritt besonders in feuchten Jahren immer wieder auf. Dank moderner industrieller Mühlentechnik ist Mutterkorn kaum mehr ein Thema. Etwas Basiswissen wird für interessierte Fachleute dennoch interessant sein: An Vergiftungen durch Mutterkorn verunreinigtes Getreide starben im Mittelalter schließlich Hunderttausende von Menschen. Claviceps purpurea ist auch als Kribbelkrankheit oder Sankt-Antonius-Feuer bekannt. Akute Mutterkornvergiftung führt zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Krämpfen, Gefühllosigkeit von Armen und Beinen, zu Gebärmutterkontraktionen und Aborten bei Schwangeren. Die Aufnahme von fünf bis zehn Gramm frischem Mutterkorn kann für Erwachsene tödlich sein. Um den Befall mit Mutterkorn zu verringern, sind im Getreideanbau vielfältige landwirtschaftliche Maßnahmen möglich. Anbauversuche der Universität Göttingen zum Beispiel ergaben, dass sich durch geringere Saatstärken und einen späten Aussaattermin der Befall mit Mutterkorn erhöhte. Auch Wachstumsregulatoren wirken sich ungünstig aus: Ein Viertel der «Nachschosser» im Göttinger Versuch war mit Mutterkorn befallen. Hingegen verringert das Mähen der Feldränder den Infektionsdruck. Neben landwirtschaftlichen Maßnahmen beim Anbau trägt die moderne industrielle Mühlentechnik dazu bei, dass Mutterkorn nicht ins Mehl gelangt. Das Getreide kann durch weitgehende Reinigung, etwa durch spezielles Sieben, Einsatz von Farbscannern oder durch Windsichtung des Korns von Mutterkorn befreit werden. Mehr Hinweise zum Claviceps purpurea liefert die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BFEL) in ihrem Artikel «Mutterkornalkaloide in Roggenmehl» (zehn Seiten, 176 KB) unter
Info: http://www.bfr.bund.de/cm/208/mutterkornalkaloide_in_roggenmehl.pdf

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15. BMBF-Broschüren: «Jetzt selbst ausbilden»
Berlin. (20.08. / bmbf) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat neue Broschüren zur betrieblichen Ausbildung herausgegeben, darunter für das Bäcker- und das Konditorenhandwerk. Die Broschüren dienen Unternehmen, die bislang noch nicht ausgebildet haben, als Leitfaden für den Start in die Ausbildungstätigkeit. Die Betriebe erhalten Hinweise, was vor der erstmaligen Ausbildung zu beachten ist. Zudem gibt jedes Themenheft eine kurze Beschreibung des jeweiligen Berufes sowie «best-practice»-Beispiele von Ausbildungsbetrieben und Kontaktadressen. Mit der Informationsreihe werden neue beziehungsweise neu geordnete Berufe aufgegriffen. Am 01. August sind neue Ausbildungsordnungen für 30 Berufe in Kraft getreten. Die Broschüren «Jetzt selbst ausbilden -– Bäcker» und «Jetzt selbst ausbilden –- Konditor» erhalten Interessenten kostenlos beim
Info: Bundesministerium für Bildung und Forschung; Telefon: 01805/262302 oder Telefax: 01805/262303 (je 0,12 Euro/Minute).

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16. Feine Backwaren: Fehler und deren Beseitigung
Bonn. (17.08. / bmi) Das Backmittelinstitut Bonn/Wien (BMI) stellt die Broschüre Nr. 29 mit dem Titel «Fehler bei Feinen Backwaren und deren Beseitigung» vor, um die die BMI-Schriftenreihe jüngst erweitert wurde. Sie ist das Ergebnis der Diplomarbeit von Andreas Moog von der Fachhochschule Lippe/Höxter und wurde von Gerhard Both aus Hannover, Heinrich Münsterjohann aus Bremen und Detlef Reinecke aus Kulmbach für die Öffentlichkeit aufbereitet. Umfangreiches Bildmaterial und eine systematische Darstellung der Fehlerquellen und deren Behebung erleichtern das Verständnis und helfen Lesern, sich schnell und mühelos einen Überblick über typische Fehler bei der Herstellung von Feinbackwaren zu verschaffen.
Download: http://www.backmittelinstitut.de/frame-info.htm (43 Seiten, unzählige Abbildungen, 363 KB).
Druckversion: Wegen des umfangreichen Bildmaterials beträgt der Kostenbeitrag je gedruckter Broschüre fünf Euro plus Porto und Mehrwertsteuer. Die Broschüren sind zu bestellen beim Backmittelinstitut e.V., Markt 9 in 53111 Bonn.


REZEPT DER WOCHE

17. GMF: Pausenbrot bleibt wichtig!
Bonn. (16.08. / gmf) «Nur weil in Amerika manche meinen, sie müssten jeder (noch so unsinnigen) Ernährungsmode folgen und nach angeblichen Steinzeit- oder Wunderdiäten auf Kohlenhydrate verzichten, sollten sich Eltern in Sachen Pausenbrot nicht verunsichern lassen», schreibt die GMF Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung in einer ihrer jüngsten Presseaussendungen. Im Gegenteil: «Bei Schulkindern bloß nicht aufs Pausenfrühstück verzichten», rät Ernährungswissenschaftler Dr. Heiko Zentgraf, gleichwohl GMF-Geschäftsführer. Belegte Brote für die Pause stehen bei Kindern mit 81 Prozent ganz oben auf der Wunschliste fürs Schulfrühstück. Das sei aus ernährungswissenschaftlicher Sicht erfreulich und genau das Richtige, sagt Zentgraf zum Schuljahrsbeginn: «Denn die Stärke-Kohlenhydrate, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe aus Brot und Brötchen sorgen für Konzentration und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz Schule». Tipp des Ernährungswissenschaftlers: Essen soll auch Spaß machen, deshalb ist ein «spannend» zubereitetes Schulfrühstück die Mühe wert, wie zum Beispiel bei den nachfolgenden «Bunten Pausenspießchen» -- eine Anregung sicherlich auch für Backwaren-Verkaufsstellen in Schulnähe.

Zutaten: Für eine Portion benötigen Sie 1 dünne Scheibe Vollkornbrot; 1 dünne Scheibe Kastenweißbrot; 30 g Mozzarellakugeln (oder Würfel); Kirschtomaten; 5 g Butter; 1 TL Tomatenmark; Schaschlikspieße.

Zubereitung: Das Vollkornbrot mit Tomatenmark oder -ketchup, das Weißbrot mit Butter bestreichen, beide zusammenklappen und in Würfel schneiden. Abwechselnd Brotwürfel, Mozzarellakugeln und Kirschtomaten auf die Spießchen ziehen und in einer Frühstücksbox verpacken.

Nährwert: 250 kcal / 1045 kJ.

Weitere Rezepte und Hinweise inklusive Nährstoffempfehlungen und praktischen Tipps gibt es zum Herunterladen unter
Info: http://www.gmf-info.de/pausenbrot.pdf