DAS WAREN DIE THEMEN IM WEBBÄCKER NEWSLETTER FÜR DIE 46. KALENDERWOCHE 2003:


BRANCHE:
01. Bundesleistungswettbewerb: Die Anstrengung hat sich gelohnt
02. Multikonzept: Vielfalt auf die Linie gebracht
03. BVB: verabschiedet Janke und Reinhold
04. Ladenbacken + Bäckerkälte: Neues im neuen Design
05. GMF-Betriebsbefragung: Machen Sie mit!

THEMA DER WOCHE: Detmolder Technologie-Tage (Teil 2)
06. Controlling -- Der wirtschaftliche Einsatz von Ladenbackstationen
07. Acrylamid in Backwaren
08. Qualität und Quantität ausgesuchter Getreidemahlerzeugnisse
09. Einfluss von Rohstoffqualität und Verfahrenstechnik bei ...

ALLGEMEINES:
10. Apropos HWO-Novelle: Der Bundesminister und das Meister-BAföG
11. Entscheidung über Gen-Food verschoben
12. KMU: Schlechte Energiebilanz für regionale Lebensmittel

PERSONALIEN:
13. Konditorenbund: setzt auf Kontinuität
14. Kamps: Brot- und Backwaren mit neuem Vertriebschef

BUCH- / SURFTIPPS:
15. Neu erschienen: Statistisches Jahrbuch 2003
16. «Verkaufslehre»: Das beste Buch zum Thema
17. PIN-Backwaren: «Ein voller Erfolg»
18. BGN: Mehr wissen -- weiter kommen

REZEPT DER WOCHE:
19. Brotauflauf mit Maronen / GMF


BRANCHE


01. Bundesleistungswettbewerb: Die Anstrengung hat sich gelohnt
Bad Honnef. (14.11. / zv) Bäckergeselle Marco Angermüller (23) aus Hennigsdorf (BKL Berlin-Brandenburg) und Bäckereifachverfäuferin Conny Helmes (22) aus Rendsburg (BKV Nord) sind die Sieger des Bundesleistungswettbewerbs 2003 des Deutschen Bäckerhandwerks. Ausgezeichnet mit dem zweiten und dritten Platz wurden die Bäckergesellinnen Daniela Münch (Hessen) und Melanie Schrom (Bayern) sowie die Fachverkäuferinnen Myriam Matt (Bayern) und Anja Blumtritt (Thüringen). Einmal jährlich lädt der Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks die besten Nachwuchs-Gesellen und –Fachverkäuferinnen in die Bundesfachschule Weinheim (BuFa) zum Bundesleistungswettbewerb. Hier treten die jeweiligen Landessieger gegeneinander an, um ihr Können zu beweisen. Auf die ersten Plätze wartete in diesem Jahr eine besondere Überraschung: Sie erhielten einen Gutschein für einen Meister- bzw. Verkaufsleiter-Kurs an der Bundesfachschule inklusive Vollpension. Michael Wippler, Präsidiumsmitglied des Zentralverbands, überreichte die Ausbildungs-Gutscheine im Wert von rund 9.000 Euro an die strahlenden Sieger. «Wir wollen unserem Nachwuchs zeigen, dass sich die Anstrengung einer guten Ausbildung lohnt» sagt Wippler. Im Rahmen des MeisterMarken-Förderpreises für die berufliche Weiterbildung erhielten die beiden Erstplatzierten zudem noch jeweils 750 Euro, die Zweitplatzierten 500 Euro und die Drittplatzierten immerhin noch 375 Euro. Im kommenden Jahr findet der internationale Leistungswettbewerb im französischen Rouen statt. Die BuFa wird dazu sechs der Landessieger zum Auswahl-Wettbewerb einladen. «Wir wollen sicher gehen, dass die jungen Leute hoch motiviert in den internationalen Wettbewerb gehen. Schließlich hat Deutschlands Bäckerhandwerk einen Ruf zu verteidigen», erklärt Klaus Köpf, Leiter der Bundesfachschule Weinheim das Auswahlverfahren für den internationalen Wettbewerb.

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02. Multikonzept: Vielfalt auf die Linie gebracht
Markt Einersheim. (14.11. / fb / eb) «Mit dem Multitalent auf der sicheren Seite» -- unter diesem Motto hatten wir im ersten Halbjahr an dieser Stelle über die MULTILINE aus dem Hause FRITSCH Bäckereimaschinen berichtet, die es kleinen und mittelgroßen Backbetrieben ermöglicht, den Übergang von der Ausrollmaschine zu einem leistungsstarken und höchst flexiblen Teigausrollsystem zu schaffen (siehe http://www.webbaecker.de/r_branche/2003/0503multiline.htm). Zur iba 2003 in Düsseldorf stellte FRITSCH erstmals den MULTICUT einem breiten Fachpublikum vor: Der vereint die Funktionalität einer Croissantmaschine mit der eines Gebäckaufbereitungstischs. Die Einsatzmöglichkeiten für den MULTICUT sind sehr vielseitig: Ob Blätter-, Plunder-, Croissantteig, Hefeteig, Roggenmischteig oder Weizenteig -- der MULTICUT verarbeitet sie zu Gebäcken der Spitzenklasse. Auch Mürbteige, Scones-Teige, Lebkuchenteige und dosierte Massen für Muffins und Amerikaner verarbeitet er problemlos. Diverse Zusatzgeräte ermöglichen dabei ein individuelles Anlagenkonzept -- für ein breit gefächertes oder spezialisiertes Gebäckprogramm. MULTILINE und MULTICUT lassen sich zu einem sehr interessanten MULTIKONZEPT zusammenfügen: Die eine ist die ideale Ausrollanlage für die nachfolgende Gebäckformung, der andere verarbeitet die in hoher, gleichbleibender Qualität erzeugten Teigbänder kontinuierlich zu erstklassigen Gebäcken. Hinzu kommt: Die Steuerungen von MULTILINE und MULTICUT haben ein durchgängiges Bedienkonzept. Die Abstimmung beider Maschinen erfolgt mit einer Start-Stop-Verknüpfung oder horizontal und vernetzt via Ethernet. Die leistungsfähige elektronische Steuerung und moderne Touch-Screen-Technik machen die Bedienung kinderleicht. Lesen Sie «Multikonzept: Vielfalt auf die Linie gebracht» (fünf Seiten, diverse Abbildungen, 401 KB) unter
Info: http://www.webbaecker.de/r_branche/2003/1103multikonzept.PDF

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03. BVB: verabschiedet Janke und Reinhold
Bonn / Wien. (14.11. / bvb) Johannes Janke (Martin Braun Backmittel und Essenzen KG, Hannover) und Kommerzialrat Dieter Reinhold (Stamag Stadlauer Malzfabrik GesmbH, Wien) treten in den Ruhestand Im Rahmen einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung des Verbands der Backmittel- und Backgrundstoffhersteller Mitte November in Wien verabschiedete die Versammlung Janke und Kommerzialrat Reinhold nun von ihren Vorstands-Ämtern. Verbandsvorsitzender Wilfried Rudolph würdigte die Verdienste der beiden und dankte ihnen den Einsatz für die gesamte Branche. Besonders hob er hervor, dass Janke maßgeblich die Politik des Verbands und des Backmittelinstituts mitgestaltet und das Engagement der Martin Braun KG zum Nutzen der gesamten Branche eingesetzt hatte. Dr. Gero Nitsche, Geschäftsführer der Backaldrin Österreich GmbH und stellvertretender Vorsitzender der ARGE Backmittel, würdigte Einsatz und Persönlichkeit von Kommerzialrat Reinhold. Der war maßgeblich daran beteiligt, dass die österreichische ARGE Backmittel Mitglied im Backmittelinstitut und später im Verband wurde -- zur Förderung der gesamten österreichischen und deutschen Branche. Die vollständige Pressemitteilung des Verbands (3.285 Anschläge) gibt es unter
Info: http://www.webbaecker.de/r_personalien/1103bvb.PDF

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04. Ladenbacken + Bäckerkälte: Neues im neuen Design
Arnstein. (12.11. / mi / eb) Dass das Frischebacken bei den Erfindern des Ladenbackens auf der iba 2003 breiten Raum beanspruchen würde, war zu erwarten. MIWE zeigte in Düsseldorf die insgesamt sechs für unterschiedliche Aufgaben optimierten Ladenbacköfen, darunter natürlich auch der MIWE signo, der für viel positive Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Nicht zu vergessen der MIWE shop-in, als waschechter Stikkenofen aus dem Hause MIWE, mit allen Vorzügen der einfachen Beschickung von 18 Blechen für schnelle Betriebsabläufe und großen Durchsatz im Laden. Die neue easy-clean-Funktion und das Selbstreinigungssystem cleaning control, die das Reinigen der Backöfen deutlich vereinfachen, gibt es künftig im MIWE aero. Nicht nur für das Ladenbacken bestimmt sind die «steckerfertigen» Kälteanlagen der fränkischen Spezialisten. Die Übersicht zum Thema «Ladenbacken + Bäckerkälte: Neues im neuen Design» (sechs Seiten, 417 KB, zahlreiche Abbildungen und Leistungsbeschreibungen) finden Sie unter
Info: http://www.webbaecker.de/r_branche/2003/1103miwe.PDF

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05. GMF-Betriebsbefragung: Machen Sie mit!
Bonn. (10.11. / gmf) Aufgrund der Diskussion in der Fachwelt über die Höhe des tatsächlichen Brotverbrauchs möchte die GMF Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung versuchen, die Berechnung des Verbrauchs in Deutschland auf Basis von Vermahlung und Backproduktion transparenter und zuverlässiger zu machen. Mit einer Warenstromanalyse sollen die Zahlenwerte aussagekräftiger werden, mit denen sowohl Backgewerbe und Müllerei, wie auch CMA, GMF, die Detmolder BAGKF und AGF an die (Fach-) Öffentlichkeit treten. Dafür bittet die GMF um Unterstützung aus den Backbetrieben mit dem Ausfüllen eines Fragebogens. Inklusive Erläuterungen umfasst der Bogen drei Seiten. Die von Ihnen angegebenen Daten werden streng vertraulich behandelt und dienen ausschließlich dem genannten Zweck. Die Rücksendung des ausgefüllten Fragebogens per Briefpost oder Telefax kann auch anonym erfolgen. Zu finden ist der Bogen (297 KB) unter
Info: http://www.webbaecker.de/r_branche/2003/1103GMF.PDF


THEMA DER WOCHE: Detmolder Technologie-Tage (Teil 2)

 
Detmold. (13.11. / eb) Rund 370 Teilnehmer aus elf Ländern zählte die 54. Tagung für Bäckerei-Technologie, die vom 04. bis 05. November am Detmolder Schützenberg stattfand. In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung hatte die AGF ihr Programm zusammengestellt mit Vorträgen aus den Bereichen Lebensmittelrecht und Betriebskontrolle, Langzeitführungen bei Kleingebäcken, Rohstoffe und Rückstände, Discount-Bäckereien, Technologie. Von Hinweisen auf EU-Gesetzesvorhaben bis hin zu konkreten Produktionstipps für die Anwendungstechnik bot die Tagung für Bäckerei-Technologie Orientierung zu aktuellen Tendenzen in der Branche und «umzu». Traditionell ist die «erste Bäckertagung nach der iba» zudem Forum für Neuentwicklungen mit verschiedenen Kurzbeiträgen. Die anschließende 09. Tagung für Konditorei-Technologie am 06. November widmete sich Rohstoffen, Speiseeis sowie der Herstellung und Produktqualität Feiner Backwaren. Die hier vorgestellte Referat gehörten zum Tagungsprogramm der «Detmolder Technologie-Tage 2003» (siehe auch WebBäcker 45/03 unter 
Info: http://www.webbaecker.de/03archivhtm/wb4503.htm).

06. Nico Thurian und Dr. Christian Schmidt, BAfM Kiel:
Controlling -- Der wirtschaftliche Einsatz von Ladenbackstationen (4.698 Anschläge, 86 KB, mit weiterführenden Link zur BAfM).
Info: http://www.webbaecker.de/r_branche/2003/1103agf_bafm.PDF

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07. Meinolf G. Lindhauer und Norbert Haase, Detmold:
Acrylamid in Backwaren (2.411 Anschläge, 61 KB).
Info: http://www.webbaecker.de/r_branche/2003/1103agf_bagkf_bafm.PDF

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08. Günter Unbehend, Holger Neumann, und Meinolf G. Lindhauer, Detmold:
Über die Qualität und Quantität ausgesuchter handelsüblicher Getreidemahlerzeugnisse der Ernte 2003 (3.858 Anschläge, 66 KB).
Info: http://www.webbaecker.de/r_branche/2003/1103agf_bagkf01.PDF

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09. Günter Unbehend und Holger Neumann, Detmold:
Einfluss von Rohstoffqualität und Verfahrenstechnik bei der Herstellung von Roggenmischbrot aus alternativ erzeugten Getreidemahlerzeugnissen (2.113 Anschläge, 61 KB)
Info: http://www.webbaecker.de/r_branche/2003/1103agf_bagkf02.PDF


ALLGEMEINES

10. Apropos HWO-Novelle: Der Bundesminister und das Meister-BAföG
Berlin. (11.11. / bmwa / eb) Die mögliche Entlassung aus der Anlage A der Handwerksordnung (HWO) schwebt, wenn es derzeit auch etwas ruhiger geworden ist um die Novellierung der HWO, immer noch wie ein Damoklesschwert über den Lebensmittelgewerken. Die zuständigen Verbände sehen darin eine verbraucher-, ausbildungs- und arbeitsplatzfeindliche Entscheidung der Bundesregierung. Inzwischen hat sich der Bundesrat für den Meisterbrief als «personengebundenen Qualifikationsnachweis» ausgesprochen. Was genau aus dem forschen Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit letztendlich wird, ist unklar. Es scheint jedoch im genannten Bundesministerium ein Denkprozess eingesetzt zu haben. Gehen wir davon aus, dass Bundesminister Wolfgang Clement seine Pressemitteilungen nicht (!) nach dem Prinzip «Was kümmern die Entwürfe von Gestern» verfassen lässt, stimmt folgende Meldung über den darin enthaltenen Meister- BAföG- Kennzahlen hinaus zuversichtlich: 
«Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement haben den starken Anstieg der Förderzahlen beim Meister-BAföG als klare Bestätigung der Qualifizierungsoffensive der Bundesregierung bewertet. Nach den jüngst vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen erhielten in 2002 rund 87.700 junge Handwerker/innen in Deutschland Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Das entspricht einer Steigerung um 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit dem Meister-BAföG wird die finanzielle berufliche Höherqualifizierung von Fachkräften mit abgeschlossener Erstausbildung unterstützt und die Motivation für Existenzgründungen gesteigert. «Diese Zahlen zeigen den großen Erfolg der im Januar 2002 in Kraft getretenen Novelle zum Meister-BAföG», erklärten Bulmahn und Clement. «Mit den darin geregelten Leistungsverbesserungen und der Ausweitung des Förderbereiches ist es gelungen, die Weiterbildungsbereitschaft der jungen Fachkräfte deutlich zu steigern. Das ist angesichts der gestiegenen Bildungsanforderungen am Arbeitsmarkt ein sehr positives Signal.» Immer mehr Frauen nehmen das Meister-BAföG in Anspruch. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der geförderten Frauen um rund 82 Prozent, die der Männer um 49 Prozent. Besonders stark nachgefragt wird die Förderung der Fortbildungen in Teilzeitform. Die Zahl der so Geförderten stieg von 2001 auf 2002 um 93 Prozent. Die Förderzusagen in 2002 umfassten insgesamt fast 316 Millionen Euro. Davon entfielen rund 48 Millionen Euro auf Zuschüsse zum Lebensunterhalt während einer Vollzeitmaßnahme, rund 53 Millionen Euro auf Zuschüsse zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie weitere 215 Millionen Euro auf zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau.»

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11. Entscheidung über Gen-Food verschoben
Brüssel. (11.11. / tde) Zum ersten Mal seit mehreren Jahren hat die Europäische Union wieder über die Zulassung gentechnisch veränderter Lebensmittel beraten. Die Entscheidung über die Zulassung einer gentechnisch veränderten Maissorte wurde vertagt. Der Entschluss soll jetzt Anfang Dezember fallen. Seit Oktober 1998 ist in der EU kein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) mehr zugelassen worden. Im April kommenden Jahres tritt eine neue Richtlinie in Kraft, nach der Produkte mit GVO als solche ausgewiesen und die gentechnisch veränderten Organismen rückverfolgbar sein müssen. Damit wäre der Weg für die Einführung gentechnisch veränderter Produkte in die EU frei. Darauf dringen besonders die USA, wo GVO-Lebensmittel verkauft werden. Großbritannien, Spanien und die Niederlande treten für die Aufhebung des Moratoriums ein. Besonders Frankreich, Italien und Österreich sind weiter skeptisch. Deutschland hat seine Bereitschaft zur Aufhebung betont, sobald die neue EU-Richtlinie in Kraft ist. Der Ausschuss für Lebensmittelsicherheit muss in der Frage mit qualifizierter Mehrheit entscheiden. Gelingt dies nicht, muss sich der Ministerrat mit dem Thema befassen. Die EU steht unter Druck, da die USA vor der Welthandelsorganisation WTO gegen den quasi wirksamen Zulassungsstopp geklagt haben. In der EU sind noch etwa 20 Zulassungsverfahren für GVO-Produkte anhängig. Der Länderrat legte aber einen neuen Gesetzesentwurf vor, nachdem Vitamin- und Mineralstoffzusätze in Lebensmitteln künftig klar gekennzeichnet werden sollen. Außerdem will Brüssel festlegen, in welchen Mengen Vitamin- und Mineralstoffzusätze zulässig sind. Dafür soll die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine Liste mit maximal zulässigen Tagesdosen erstellen. Damit würde etwa der Zusatz von Vitamin A und D in Margarine oder von Calcium in Fruchtsäften klar auf der Verpackung gekennzeichnet. Ausgenommen von der Neuregelung sind allerdings Kindernahrung sowie diätetische Lebensmittel. Für sie gelten eigene EU-Regeln.

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12. KMU: Schlechte Energiebilanz für regionale Lebensmittel
Gießen. (08.11. / eb) Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen stellen die landläufige Meinung infrage, nach der regionale Lebensmittel generell weniger Energie für Produktion und Transport verbrauchen als Importe aus fernen Ländern. Wie die Wissenschaftler mitteilten, kann die Energiebilanz für das «Lokalgemüse» schlecht ausfallen. Etwa die Vermarktung von Fruchtsäften aus der Region kann pro Liter bis zu achtmal mehr Energie verbrauchen als die von Erzeugnissen, deren Rohstoffe rund 10.000 Kilometer weit transportiert wurden. Lammfleisch aus der Region kann einschließlich aller regionalen Transporte dreimal mehr Energie pro Kilogramm erfordern als Lammfleisch aus Neuseeland, das über rund 14.000 Kilometer transportiert wird. Diese Daten, die aus mehrjährigen weltweiten Erhebungen stammen, zeigen, dass die Entfernungen kaum Einfluss auf den Energieverbrauch haben. Er hänge vielmehr von der Auslastung der Produktions- und Transportmittel ab. Deren Effizienz sei unmittelbar an die Betriebsgröße geknüpft, sagen die Forscher um den Agrarwissenschaftler Elmar Schlich. Regionale Klein- und Kleinstbetriebe können energetisch nicht mit größeren Betrieben konkurrieren. Nur wenn auch in der Region eine effiziente Mindestbetriebsgröße vorliege, könne zu Recht von Lebensmitteln mit «hoher ökologischer Qualität» gesprochen werden, ergab die Studie. Ähnliches gelte auch für Waren aus dem Non-Food-Bereich. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Gießener Projekt noch mindestens bis Ende 2004.


PERSONALIEN

13. Konditorenbund: setzt auf Kontinuität
Mönchengladbach. (14.11. / kb) Während der Mitgliederversammlung des Deutschen Konditorenbunds anlässlich der Bundestagung in München standen turnusgemäß Vorstandswahlen auf dem Programm. Otto Kemmer wurde dabei erneut in seinem Amt als Präsident des Deutschen Konditorenbunds bestätigt. Die Wahl der beiden Vizepräsidenten fiel auf den Landesinnungsmeister des bayerischen Landesverbands Günter Asemann und Peter Czudaj, Stellvertretender Landesinnungsmeister in Schleswig-Holstein.

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14. Kamps: Brot- und Backwaren mit neuem Vertriebschef
Düsseldorf. (08.11. / eb) Vertrieb und Key Account bei der Kamps Brot- und Backwaren GmbH & Co. KG in Garrel leitet künftig Hans-Werner Nagel (44) -- bislang Sales Director von Allied Domecq Deutschland (ADD). Zuvor war Nagel unter anderem für Pepsi, Ferrero und Remy tätig. Die Position des Sales Director bei Allied Domecq Deutschland wird vorerst mit einer Interims-Lösung besetzt.


BUCH- / SURFTIPPS

15. Neu erschienen: Statistisches Jahrbuch 2003
Hamburg. (13.11. / eb) Jede Statistik kann nur so gut sein wie die Quelle(n), aus der sie ihre Ursprungsdaten bezieht. Das gilt auch für das Statistische Jahrbuch 2003 für die Bundesrepublik Deutschland -- das umfassendste statistische Nachschlagewerk, das auf dem deutschen Markt zu finden ist. Es bietet in 26 Kapiteln ausführliche Informationen zu demographischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten und Entwicklungen in Deutschland. Über die Entwicklung der Bevölkerung wird ebenso berichtet wie über die Lage der Wirtschaft, des Arbeitsmarktes, über Löhne und Preise sowie die Staatsfinanzen. Angaben zum Bildungs- und Gesundheitswesen, über kulturelle Einrichtungen und Freizeit sowie Trends bei den Sozialleistungen und im Umweltbereich vervollständigen das Bild. Doch Quantität ist bekanntlich nicht alles, so dass wir für Sie mal etwas näher hingeschaut haben. Lesen Sie «Statistisches Jahrbuch 2003: Fakten, Fakten, Fakten -- und hin und wieder ein kleines Potemkinsches Dorf?» (zwei Seiten, 7.624 Anschläge, 96 KB) unter
Info: http://www.webbaecker.de/r_buchsurftipps/1103destatis.PDF

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16. «Verkaufslehre»: Das beste Buch zum Thema
Alfeld. (12.11. / gbv) Das beste Buch zum Thema -- so lautet die Kurzfassung der Prämierung durch die Fachjury der Gastronomischen Akademie Deutschlands (GAD) über das Fachbuch «Verkaufslehre der Bäckerei und Konditorei» von Claus Schünemann und Günter Treu, das in seiner 5. neubearbeiteten Auflage im Gildebuchverlag erschienen ist. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse zeichnete die GAD im Literarischen Wettbewerb 2003 das Fachbuch in der Sparte «Backen, Patisserie und Konditorei -- Ausbildung» mit der Goldmedaille aus. Die GAD führt diesen Wettbewerb jährlich aus. Zu ihren Preisrichtern gehören Fachleute der entsprechenden Sachgebiete. Jedes Buch wird in seiner Kategorie mehrfach nach einem festen Schema nach folgenden Kriterien bewertet: Sachliche Richtigkeit in Text und Bild; Stoffgestaltung, Gliederung, Stil und Bild; Nutzwert; Layout; Bildqualität und Einband. Für den Gildebuchverlag und die Fachbuchautoren Schünemann / Treu ist es bereits die zweite Goldmedaille für ihre Fachbücher. Bereits in 2000 wurde ihr bewährtes Standardwerk «Technologie der Backwarenherstellung» mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Dieses Buch ist auch international beachtet worden, in dem es in Nordamerika in einer englischen Version und in Polen in polnischer Sprache erschienen ist. Gildebuch-Verleger Wilhelm Schlame freut sich mit den Autoren und gratuliert ihnen zu den hohen Auszeichnungen für die Fachbücher. Er ist überzeugt, dass diese Lehrbücher als Lernsysteme in ihrer Begleitung mit den anderen vom Verlag angebotenen Medien-Komponenten weiterhin ihre führende Rolle im Bereich der Berufsausbildung spielen. Für den Gildebuchverlag ist diese Auszeichnung zugleich Herausforderung und Verpflichtung, auch künftige Bücher in dieser herausragenden Qualität anzubieten.
Info: http://www.gildebuchverlag.de

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17. PIN-Backwaren: «Ein voller Erfolg»
Weinheim. (11.11. / bufa) Zahlreiche Messebesucher informierten sich während der iba 2003 bei den Mitarbeitern der Bundesfachschule des Deutschen Bäckerhandwerks (BuFa) über «PIN-Backwaren». Mit dieser Software, entwickelt von der BuFa und dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV), lassen sich individuelle Kundeninformationen und Nährwertberechnungen erstellen. Grundlage des Programms ist eine umfangreiche Datenbank. Diese enthält die Nährwertangaben von rund 11.000 Lebensmitteln und zahlreiche Textbausteine und Produktbeschreibungen. Eigene Rezepte lassen sich ebenso hinzufügen wie das eigene Logo. Das garantiere einen individuellen Einsatz für jeden Handwerksbetrieb, betonen die Urheber. Einen Monat nach der Vorstellung des neuen Programms resümiert Schulleiter Klaus Köpf: «Mit «PIN-Backwaren» haben wir offensichtlich einen Volltreffer gelandet. Bis jetzt sind schon mehr als tausend Bestellungen bei uns eingegangen.» Die Resonanz sei bis jetzt durchweg positiv, Installation und Anleitung leicht verständlich.
Info: Innungsmitglieder können «PIN–Backwaren» kostenlos beim ZV per Fax 02224/7704-40 oder per E-Mail unter grosse@baeckerhandwerk.de bestellen. Fragen zur Handhabung beantworten BuFa-Mitarbeiter unter der Telefonnummer 06201/1070 oder per E-Mail unter info@bufa-weinheim.de

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18. BGN: Mehr wissen -- weiter kommen
Mannheim. (10.11. / bgn) Die BGN bietet Aus- und Weiterbildungsseminare für alle Personen an, die für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb sorgen. Dazu gehören Führungskräfte ebenso wie Betriebsräte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte; aber auch Mitarbeiter, die durch ihre betriebliche Tätigkeit besonders dazu beitragen können, andere vor Gefahren und berufsspezifischen Belastungen zu schützen. Das Ziel dabei ist, die fachliche Qualifikation, das Engagement und die Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter und Führungskräfte zu fördern und damit Sicherheits- und Gesundheitsrisiken zu vermindern. Die angebotenen Seminare sind eine kostenlose Leistung für Versicherte der BGN und werden in den deren Bildungsstätten durchführt. 
Info: http://www.bgn.de/webcom/show_article.php?wc_c=526&wc_id=13&wc_lkm=645


REZEPT DER WOCHE

19. Brotauflauf mit Maronen / GMF
Bonn. (10.11. / gmf) Backofen-Genuss für stürmische Novembertage, das ist für die GMF Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung schlicht und einfach ein Brotauflauf mit Maronen. Der dürfte nicht nur zur Herbstzeit seine Fans finden, sondern bis tief in den Winter hinein. Das Rezept bezieht sich auf vier Portionen.

Zutaten: 300 g Weizenmischbrot in dicken Scheiben; 500 g Rosenkohl; 200 g Maronen (frisch gepellt oder Konserve); 150 g magerer geräucherter Speck; 1 großer Apfel; 4 Eier; 100 g Schmand; 3/8 l Milch; 4 cl Tresterbrand; 1 Tl getrockneter Thymian; Salz, Pfeffer.

Zubereitung: Rosenkohl in Salzwasser zehn Minuten kochen. Den Speck würfeln und ausbraten. Speckwürfel herausnehmen und die Brotscheiben im Speckfett von beiden Seiten anrösten. Abkühlen lassen. Den Apfel vierteln, entkernen und in Scheiben schneiden. 
Die Brotscheiben halbieren und abwechselnd mit Rosenkohl, Maronen, Apfelspalten und Speckwürfeln in eine flache Form schichten. Den Tresterbrand darüber träufeln. Eier, Schmand und Milch verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und über dem Auflauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° Celsius 45 Minuten backen. 

Nährwert: je Portion 660 kcal / 2760 kJ.