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 Ausgabe 10/10 -- 12. März 2010

10. Jahrgang 

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Internorga: Weniger Experimente und mehr Nachhaltigkeit

 

 

Hamburg. (12.03. / hmc) Bekanntes und Bewährtes ist in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit gefragt – auch im Lebensmittel-Bereich. Da setzen die Entscheidungsträger auf Erfolgreiches und Gelerntes, inszenieren es neu und peppen es modern auf. Außerdem spielt «Clean Label» eine immer größere Rolle, wird Qualität zunehmend thematisiert. Stärker im Fokus stehen auch ethische Komponenten. Ein Schlüsselwort ist «Nachhaltigkeit». Diese und andere aktuelle Entwicklungen sowie neue Produkte und innovative Konzepte im Außer-Haus-Markt zeigt die Internorga vom 12. bis 17. März auf dem Hamburger Messegelände.

 

Die Food-Branche setzt verstärkt auf bewährte Produkte und Konzepte. Bei Fertiggerichten und Snacks, einem Bereich, in dem die Hersteller stets mit zahlreichen Innovationen und neuen Ideen glänzen, scheint derzeit eine Rückbesinnung stattzufinden. Salomon Foodworld-Geschäftsführer Bernd Stark formuliert es treffend: «In den aktuell wirtschaftlich angespannten Zeiten bemerken wir bei unseren Großhandelskunden einen etwas restriktiveren Umgang mit absoluten Marktinnovationen und spüren gleichzeitig auch auf Endverbraucher-Seite, dass die Experimentierfreude ein wenig zurückgeht und man eher auf Gewohntes setzt, das neu inszeniert wird».

 

Diese Erkenntnis scheint derzeit weit verbreitet, denn die Hersteller arbeiten eher an der Weiterentwicklung ihrer Erfolgsprodukte und -konzepte, als gänzlich Neues zu präsentieren. Auf der anderen Seite, sagt Stark, seien neue Impulse in Form von Produktinnovationen, besonders auch im Hinblick auf eine Bedürfnisbefriedigung und Faszination der Gäste, unabdingbar. Ein Beispiel dafür ist der Umsatz-Dauerbrenner im Außer-Haus-Markt: das Schnitzel, das in immer neuen Variationen angeboten wird bis hin zur Zubereitung im Toaster. Bei den Backwaren manifestiert sich diese Entwicklung unter anderem darin, dass Klassiker wie Sahnetorten neu aufgegriffen und modern interpretiert werden.

 

Convenience ist dabei das Leitmotiv und die Klammer, die alle Produkte und Konzepte verbindet. Ein wichtiges Thema ist nach wie vor Clean Labeling, das viele Unternehmen bereits weitgehend umgesetzt haben und nun auch auf breiterer Front kommunizieren. Die Hersteller nehmen sich außerdem vermehrt Aspekten wie Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten durch Laktose- oder Gluten-Intoleranz an und machen ihre Produkte auch diesen Konsumentengruppen zugänglich.

 

Nachhaltigkeit und «Corporate Social Responsibility», die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, beschäftigt die Ernährungsbranche zunehmend. Im Segment Fisch und Seafood spielt die bestandserhaltende Fischerei eine immer wichtigere Rolle – auch in Teilen der Gastronomie. So arbeiten zahlreiche große Unternehmen gerade an der Umsetzung des Nachhaltigkeitsprinzips bei Fisch oder bemühen sich um das MSC-Zertifikat für ihre Betriebsrestaurants. Die Kantine des Bundesernährungsministeriums ist, so die zuständige Bundesministerin Ilse Aigner, bereits MSC-zertifiziert.

 

Auch in anderen Lebensmittel-Segmenten rückt die Nachhaltigkeit immer stärker in den Blickpunkt. Sie scheint das Bio-Thema an Bedeutung zu überholen - als eine Art «Bio light». Im Kartoffelbereich haben führende Unternehmen ihren Anbau sowie die Verarbeitung auf Nachhaltigkeit umgestellt. Umwelt- und Ressourcenschutz werden bei Teilen der Hersteller zunehmend zum Prinzip.

 

Bei den Rezepturen zeigen sich die Trends der vergangenen Jahre weiterhin als stabil und bewegen sich zwischen Regionalität und Ethik. Qualität und Hochwertiges sind gefragt. Zu beobachten ist ein Boom islamisch unbedenklicher Lebensmittel – weltweit und mit steigender Tendenz.

 

 

Info: Einen umfassenden Überblick über die Trends und Neuheiten im Außer-Haus-Markt gibt die Internorga. Auf der 84. internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien präsentieren mehr als 1.000 Unternehmen aus dem In- und Ausland ihre Innovationen, Konzepte und Komplettlösungen. Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt öffnet vom 12. bis 17. März 2010 täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr auf dem Hamburger Messegelände. Eintritt: 26 Euro (Zweitageskarte 36 Euro), Fachschüler: 12,50 Euro. Der Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher.

 

 

 

 

DIESER BEITRAG GEHÖRT ZUM WEBBAECKER INFODIENST FÜR DIE 10. KALENDERWOCHE 2010

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