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Rotkreuz / CH. (06.04. / ots) Die österreichische Bäckerei-Konditorei Sieberer investiert in eine zukunftsweisende Technologie: Vakuumbacken. Die in Filzmoos im Salzburger Land ansässige Traditionsbäckerei dehnt dadurch ihren Aktionsradius erheblich aus.
Die seit 1969 bestehende Bäckerei-Konditorei Sieberer war schon immer sehr innovativ. Bekannt vom eigens entwickelten «Goldsemmel» wuchs das Zweigenerationen-Unternehmen trotz schwierigem Umfeld seit damals stetig. 1988 begann Sieberer mittels Tiefkühlprodukten den gesamten Österreichischen Markt zu beliefern. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Im Jahr 1990 erweiterte das Traditionsunternehmen die Produktion mittels eines Neubaus im Ski- und Kurort Filzmoos. Modernste Einrichtungen kamen zum Einsatz und ermöglichten eine stetige Produktionssteigerung.
Der vorläufige Höhepunkt fand 1996 mit der Lancierung der «Goldsemmel» statt. Mit fundiertem Berufswissen, persönlichem Einsatz, technischem Interesse und der steten Hinterfragung der eigenen Betriebsabläufe, Qualität, Produktpalette und Absatzmöglichkeiten hat sich Sieberer eine überregionale Marktposition geschaffen.

Ende 2009 konnte die schweizerische Aston Foods AG ein Vakuum-Backsystem installieren. Diese Maßnahme reihte sich als logische Folgerung ein, um die mittlerweile beengten Platzverhältnisse vom 1990 erstellten Neubau zu optimieren, die Betriebsabläufe in der Produktion zu vereinfachen und die Spitzen zu brechen. Schließlich werden heute täglich viele Abnehmer aus Großhandel, Detailhandel und Gastronomie mit diversen Produkten beliefert.
Durchbruch der Vakuum-Technologie
Die Vakuum-Technologie von Aston Foods hat in den vergangenen Jahren den Durchbruch geschafft. 30 Prozent kürzere Backzeiten, bis zu 50 Prozent reduzierte Tiefkühlzeiten und dabei besserer Qualität sind nur einige wenige Vorteile nach Angaben des Herstellers, welche Vakuumbacken mit sich bringt. Dank dieser revolutionären Technologie können heute auch verschiedene Convenience-Stufen auf natürlicher Basis angeboten werden: Produkte welche ambient (plus 20° Celsius), gekühlt (plus 5° Celsius), tiefgekühlt gelagert und sogar weißgebacken werden. Die umsatzstarken Artikel von Sieberer werden heute alle mittels Vakuum-Backverfahren produziert.
Erhebliche Vorteile im Produktionsprozess
Vakuumbacken bringt nicht nur Vorteile in der Logistik und im Produktionsprozess. Auch nahezu alle Konditoreiartikel können über die Vakuum-Anlage produziert werden. Die Produkte können auch hier kürzer gebacken werden und sind lediglich zwei bis drei Minuten nach dem Backen bereit zum Füllen, Schneiden, Verpacken oder gar Essen. Verglichen mit anderen Verfahren benötigt das Vakuumbacken deutlich weniger Energie, ist zeit- und platzsparend, führt zu rascherer Lieferbereitschaft und erlaubt eine schlankere Logistik. «Für Unternehmen mit einem Netz von mindestens fünf Filialen lohnt sich der Kauf einer Anlage sehr rasch», rechnet Patrick Duss vor, CEO der Aston Foods AG. Neben wirtschaftlichen Argumenten kann er bei seinen Kunden auch qualitative ins Feld führen: Die Backwaren enthalten, weil beim Vakuumbacken der Prozess viel schneller verläuft, deutlich weniger Keime und bleiben so länger frisch. Zudem überzeugen sie mit gleichmäßigerer Struktur, mehr Stabilität, Volumen, Farbe, Bissfestigkeit und Geschmack.
Die Technologie, an der sich viele Entwickler jahrelang die Zähne ausgebissen haben, hat die Schweizer Aston Foods AG in Rotkreuz, in der Nähe von Zug entwickelt. Patrick Duss: «Vakuumbacken ist keine Hexerei, sondern beruht auf reiner Physik». Genutzt wird dabei das physikalische Gesetz, dass der Siedepunkt mit sinkendem Druck fällt. Das ermöglicht es, Backwaren nicht bei großer Hitze, sondern bei tiefen Temperaturen auszubacken, mit vielen qualitativen Vorteilen.
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