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Buchholz / Nordheide. (07.05. / ele) Unter «Blitzschutz» verstehen Fachleute alle Vorkehrungen gegen schädliche Auswirkungen von Blitzeinschlägen auf bauliche Anlagen. Hören oder lesen wir von Blitzeinschlägen und deren Folgen, hoffen wir gleichzeitig, davon verschont zu bleiben. Wobei die Hoffnung zwar begründet, die Erfüllung des frommen Wunsches aber nicht unbedingt selbstverständlich ist. Selbst Schäden durch auftretende Überspannung bei einem nahe gelegenen Einschlag werden oft unterschätzt, wissen die Spezialisten von ELEKOM aus Erfahrung.
Bei der Absicherung gegen Blitzeinschläge unterscheidet man in einen äußeren und einen inneren Blitzschutz. Beide können unabhängig voneinander angelegt werden.
Äußerer Blitzschutz
Der äußere Blitzschutz ist bei Gebäuden, die zum Beispiel unter die Richtlinie für Versammlungsstätten fallen, zwingend notwendig. Auch bei Gebäuden mit einem hohen Anteil an Publikumsverkehr sollten Bauherren gleichwertig verfahren.
Um Schäden am Gebäude, den installierten Geräten und Personen zu minimieren, ist eine Blitzschutzanlage außen am Gebäude notwendig. Durch die geplante Schutzinstallation wird die bei einem Einschlag entstehende Entladungsspannung kanalisiert über vorbestimmte Wege abgeleitet. Auf diese Weise ist der Spannungsüberschlag auf das Gebäude und die vorhanden Installationen zu vermeiden (wie zum Beispiel Solaranlagen, Fotovoltaik-Installationen oder Antennenanlagen). Über das Blitzkugelverfahren als Planungsinstrument und die ausgewählte ausreichende Blitzschutzklasse werden die nötigen Fangeinrichtungen und Ableitungskanäle bestimmt. Die abgeleitete Spannung wird von der Gebäude-Erdungsanlage aufgenommen und abgeleitet. Sollte keine Fundament-Erdungsanlage vorhanden sein, sind Ring-, Platten- und Tiefen-Erder zu installieren. Durch diese Maßnahmen des äußeren Schutzes entsteht ein Faradayscher Käfig.
Durch die Ableitung ins Erdreich entstehen dort Spannungsfelder. Durch Induktion können diese hohen Spannungen in Zuleitungen, die in das Gebäude führen, übertragen werden. Ohne Schutz würden die technischen Installationen und die dort angeschlossenen Geräte zerstört werden.
Innerer Blitzschutz
Der angewandte innere Blitzschutz beginnt beim Eintritt der Überspannung ins Gebäude. Dort leitet eine Sicherheitskaskade aus Überspannungsschutzgeräten der Typen 1 bis 3 die Überspannung stufenweise ab.
Alle verwendeten Materialen für die Fangeinrichtungen, der Leitungsführungen und den Fundament-Erdern sollten aus weitgehend witterungsbeständigen Materialien bestehen. Zur Anwendung kommen oft V4A Werkstoffe, Kupfer und verzinkter Stahl.
Alle genannten Sicherheitselemente sind nach den einschlägigen Vorschriften ganzheitlich zu planen. Zudem ist die Wartung und die regelmäßige Überprüfung der Blitzschutzanlage eine Voraussetzung für die angestrebte Sicherheit des Gebäude, der installierten Betriebsmittel und nicht zuletzt der sich im Gebäude befindlichen Menschen.
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